Lauenbrücker Grundschüler unternehmen Exkursion zur Entsorgungsanlage / Tipps von der Fachfrau

„Müll ist nicht gleich Müll“

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Die Schüler und ihre Lehrerin Britta Bollenhagen waren ganz Ohr, was Silke Dodenhoff (l.) ihnen zum Thema Müllentsorgung zu sagen hatte.

Lauenbrück - Jeder produziert ihn, aber keiner will ihn haben: den Müll. Riesige Deponien zerstören die Landschaftsbilder. Dennoch müssen Abfälle irgendwo bleiben. Das wollten auch die Kinder der Klasse 2b der Grundschule Lauenbrück mit ihrer Lehrerin Britta Bollenhagen wissen und beschäftigten sich mit dem Thema. Silke Dodenhoff, Abfallberaterin beim Landkreis, besuchte die Kinder und sprach mit ihnen über die notwendige Trennung des anfallenden Mülls in der Schule und zu Hause.

, sagte sie und erläuterte, wie sich die Müllwerker um die Hinterlassenschaften kümmern – um den Hausmüll, die Korken, Altglas, Grünabfälle, Elektrogeräte, Papier, den Sperrmüll, Schadstoffe und die in den gelben Säcken landenden Plastikabfälle. Und sie erklärte den Schülern auch, dass man Müll sparen könne. „Ich finde es gut, dass ihr für euer Frühstück Brotdosen verwendet und Getränke aus Mehrwegflaschen genießt. Das ist schon ein Schritt in die richtige Richtung“, meinte Silke Dodenhoff.

Die Kinder wollten es ganz genau wissen, wie an Ort und Stelle Abfall gelagert, verwertet oder wieder aufbereitet werden kann. Dafür unternahmen sie eine Exkursion zur Abfallentsorgungsanlage Rehr/Helvesiek. Auch hier stand ihnen Dodenhoff zur Seite, führte sie über das Gelände und zeigte ihnen die verschiedenen Stationen. Dort erfuhren sie ganz praktisch, wie Müll teilweise zwischengelagert wird. „Grünabfälle werden beispielsweise geschreddert und in eine Kompostieranlage transportiert, Bauabfälle und Bauschutt ohne Verunreinigungen können in Helvesiek und Seedorf entsorgt, später zu Recyclingschotter verarbeitet und im Straßenbau verwendet werden, Flaschenkorken werden in Form von Korkschrott zu ökologischen Dämmstoffen verarbeitet“, berichtete die Abfallberaterin.

Sie sprach mit den Kindern darüber, wie man Müll einsparen kann, beispielsweise zum Einkaufen Leinentaschen mitzunehmen anstatt Plastetüten zu verwenden, statt Batterien Akkus verwenden, Reparieren statt Wegwerfen oder sich im Garten möglichst einen Komposthaufen zuzulegen.

Die Jungen und Mädchen versprachen, mit den Eltern darüber zu sprechen, was sie bei Silke Dodenhoff gelernt hatten und so wenig wie möglich Müll zu erzeugen.

hr

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