Kommissarischer Leiter der Fintauschule

Frank Lehmann: „Ich bin dazu bereit“

Kein neues Gesicht an der Oberschule in Lauenbrück: Als kommissarischer Schulleiter ist Frank Lehmann jetzt Chef von 260 Schülern und 34 Kolleginnen und Kollegen.

Lauenbrück - Von Lars Warnecke. Neue Zeiten an der Fintauschule Lauenbrück: Rektor Helgo Mayrberger war zur Landesschulbehörde gewechselt. Eine Nachfolge musste her. Mit Schuljahresbeginn hat Frank Lehmann die kommissarische Leitung übernommen. Im Interview erklärt er, in welche Richtung er die Oberschule lenken möchte, wie wichtig Arbeitsgemeinschaften sind und warum man für den Rektorenposten jede Menge Idealismus mitbringen sollte.

Herr Lehmann, um mal von vorn anzufangen: Warum sind Sie Lehrer geworden?

Frank Lehmann: Berufung. Bereits in der Jugend habe ich viele Gruppen im Sport begleitet und schnell entdeckt, dass der Umgang mit Menschen mir sehr liegt.

Seit September sind Sie neuer Schulleiter an der Fintauschule, einer Schule, die Sie sehr gut kennen, weil Sie dort seit Jahren unterrichten. Warum haben Sie sich auf diese Stelle beworben?

Lehmann: Bisher kann ich mich gar nicht bewerben, weil die Stelle durch die Schulbehörde noch nicht ausgeschrieben ist. Vermutlich wird dies erst zum Sommer 2018 erfolgen. Leider. Dann werde ich mich vermutlich bewerben, da ich gerne gestalte und nach der kommissarischen Tätigkeit ungern diesen Gestaltungsfreiraum wieder aufgeben will.

Was sagt Ihre Familie zum Karrieresprung?

Lehmann: Meine Familie unterstützt mich, da natürlich erheblich weniger Zeit für sie bleibt (lacht).

Wie ist Ihr Führungsstil? Was wird sich für die Lehrer an der Oberschule ändern?

Lehmann: Ich denke, dass eine verlässliche und kooperative Schulleitung die besten Arbeitsergebnisse erzielt. Dabei ist Teamfähigkeit wie auch Führung nötig. Ich bemühe mich, diesem zu entsprechen.

Was haben die Schüler zu erwarten?

Lehmann: Ich werde das gemeinsame Schulleben auch außerhalb der Klassenräume stärken, beispielsweise durch gemeinsame Aktivitäten mit anderen Oberschulen oder durch schulweite Ausflüge. Genau dafür haben wir in der Leitung bereits den ersten Aufschlag gemacht.

Was unterscheidet die Arbeit eines Schulleiters von der eines „normalen“ Lehrers?

Lehmann: Die enorme Verantwortung und der zusätzliche Berg an Arbeitszeit, der kaum vergütet wird. Ich tue das alles wirklich sehr gern, aber ohne Idealismus ist das unvorstellbar.

Wie wichtig sind Arbeitsgemeinschaften?

Lehmann: Sie lassen Freiraum für besondere Angebote und freier gestaltete Lernkultur als im Regelunterricht. Somit tragen sie enorm zu unserem Schulleben bei.

Wo sehen Sie Potenzial, das Profil der Schule zu stärken und weiterzuentwickeln?

Lehmann: Wir haben eine starke und in allen Bereichen gut aufgestellte Oberschule. Eine Schule ist allerdings eine Institution, die sich immer erneuern, überprüfen und optimieren muss. Dazu bin ich bereit und freue mich insbesondere, unsere vorhandenen Profilierungen zu vertiefen.

Blicken wir über die Fintauschule hinaus. Welche Rolle spielt das Zusammenwirken der Schulen an einem Ort?

Lehmann: In aktuellen Zeiten mit stark heterogenen Gruppen ist eine Kooperation unter den Schulen meines Erachtens nach unerlässlich.

Wie ist es um die Kontakte mit der Wirtschaft bestellt?

Lehmann: Wir sind traditionell über verschiedene Programme, wie zum Beispiel den Berufspraxistag, gut mit der lokalen Wirtschaft vernetzt. Wir bemühen uns stets für die Wirtschaft, geeigneten Nachwuchs zu formen.

Wo möchten Sie die Fintauschule in zehn Jahren sehen?

Lehmann: Ich möchte diese wunderbare Schule personell gut ausgestattet, als optimales Bildungsangebot für die Kinder unserer Gemeinde sehen.

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