Grüne ziehen ihren Antrag auf Beteiligung an der Telekom-Aktion zurück

Lauenbrück bald ohne Funklöcher?

Für eine bessere Netzabdeckung wird der Funkmast an der Lauenbrücker Abwasserreinigungsanlage bald mit zusätzlichen Antennen verstärkt. Foto: Ujen

Lauenbrück - Von Hannes Ujen . Verteilt über ganz Deutschland gibt es im ländlichen Bereich noch enorm viele sogenannte Funklöcher, wo Handyempfang nicht möglich ist. Auch in Lauenbrück sind wichtige Bereiche wie der Bahnhof und das Zentrum ohne Netzempfang. So kann beispielsweise am Bahnhof keine Zugauskunft eingeholt werden. Ebenfalls ist auch der Betrieb des Bürgerbusses beeinträchtigt, weil er über weite Teile des Streckennetzes nicht erreichbar ist.

Um diese prekäre Situation zu entschärfen, stellte die Grünen-Fraktion im August bei der Ratssitzung der Samtgemeinde Fintel den Antrag, an der Telekom-Aktion „Wir jagen Funklöcher“ teilzunehmen. Bei diesem Projekt können in Zusammenarbeit zwischen Telekom und den Kommunen bundesweit 50 Funklöcher geschlossen werden – vorausgesetzt, man wird auch ausgewählt.

Diesen Antrag zog Grünen-Ratsfrau Monika Freitag jetzt offiziell in der Sitzung des Lauenbrücker Gemeinderates zurück – aufgrund neuer Erkenntnisse, wie sie erklärte. Demnach könnten nach ihrem Kenntnisstand die Funklöcher im kommenden Jahr geschlossen werden. „Vorgesehen ist, den bestehenden Funkmast auf der Abwasserreinigungsanlage am Alten Kirchweg mit zusätzlichen Antennen aufzurüsten“, berichtete Freitag. Dies bestätigte auch Bürgermeister Jochen Intelmann (SPD) und ergänzte: „Außerdem ist noch im Bereich Benkeloher Weg/Ziegeleistraße ein zusätzlicher Funkmast auf einem privaten Grundstück geplant. Um wessen Grundstück es sich genau handelt, ist mir nicht bekannt.“

Ebenso habe man auf Anfrage der Deutschen Bahn gemeindeeigene Grundstücke entlang der Bahnstrecke benannt, die für die Aufstellung von Funkmasten geeignet wären, denn bekanntermaßen bestehen auch in den Zügen Lücken im Mobilfunknetz. Eine Reaktion des Unternehmens gebe es dazu laut Intelmann bisher aber noch nicht. Trotzdem seien das alles in allem gute Aussichten für Lauenbrück, auch in Hinsicht auf die bevorstehende Einführung des HVV im Dezember.

Aber auch für die anderen Gemeinden könnte das bestehende Ärgernis um die Funklöcher auf dem Lande bald Geschichte sein, denn die Bundesregierung beabsichtigt nach neuesten Meldungen 1,1 Milliarden Euro für die Errichtung neuer Mobilfunkmasten zur Verfügung zu stellen, um die Löcher in der Netzabdeckung zu schließen.

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