Kreisversammlung der Grünen / Kein Landratskandidat in Sicht

Lange Debatten – kaum Beschlüsse

Mit Masken und Abstand hielten die Grünen ihre Versammlung ab – diese hätte eigentlich schon im März stattfinden sollen, musste aber aufgrund der Corona-Krise verschoben werden.
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Mit Masken und Abstand hielten die Grünen ihre Versammlung ab – diese hätte eigentlich schon im März stattfinden sollen, musste aber aufgrund der Corona-Krise verschoben werden.

Stemmen – Auch wenn die Kommunalwahl erst in 2021 ansteht, herrschte bei der Kreismitgliederversammlung der Rotenburger Grünen am Samstag Diskussionsfreude und auch Wahlkampfatmosphäre. Getroffen hatten sich die Parteimitglieder und einige Gäste im Landgut Stemmen. Die beiden Vorstände Sabine Holsten und Hans-Jürgen Schnellrieder begrüßten 60 Teilnehmer. Auf dem Podium Platz genommen hatte zudem Jens Williges als Vertreter des Landesverbandes – er griff im Verlauf des Tages ab und an moderierend ein. Holsten und Schnellrieder hielten jeweils eine kurze Rede. Da ging es um den Umgang mit der Corona-Krise, die „Klimaschutzlobby“, aber auch um den Wunsch, nicht in der „Corona-Depression“ zu versinken. „Wie können wir neue Ideen in Coronazeiten umsetzen?“, fragte Schnellrieder. Er stellte auch fest, dass noch kein Landratskandidat der Grünen feststehe, diese Aufgabe habe man bisher nicht lösen können.

Anschließend begrüßten die beiden die EU-Abgeordnete Katrin Langensiepen. „Ich freue mich, endlich auf einer Veranstaltung zu sein mit Menschen, die man sieht“, strahlte sie. Online-Formate hätten viele Vorteile, zum Beispiel seien sie erlebbar für Menschen, die nicht mobil sind. Dennoch sei es wohltuend, direkt vor Ort zu sein.

Nach einem Rückblick auf 40 Jahre Grüne im Kreis Rotenburg ging es um die Tagesordnung – und schon die Festlegung auf diese führte zu einer längeren Debatte. „Wir sind nicht durchs Programm gekommen“, gab Schnellrieder später zu. „Es sind viele gute Sachen passiert, auch wenn wir mehr über Formalien als über Inhalte gesprochen haben – der Tag hat uns weiter gebracht“, zog Marc Andreßen, Ortsverband Rotenburg, ein eher zufriedenes Fazit. „Die Ortsverbände benötigen für den Wahlkampf ausreichende Mittel und es geht dabei um die Frage, ob Mitgliedsbeiträge direkt an den Kreisverband zu zahlen sind oder direkt an die Ortsverbände gehen“, erklärte er einen Hintergrund der Überlegungen.

Insgesamt habe es sich aber gezeigt, dass man in der Lage sei, konsensfähige Vorschläge zu erarbeiten, so Andreßen weiter. Auch Schnellrieder betonte positive Aspekte der Zusammenkunft: „Wir Älteren müssen loslassen und es waren viele jüngere Mitglieder aktiv dabei.“ Beispielsweise sei Franka Pohl, die mit Jochen Hake als Versammlungsleiterin aktiv wurde, gerade erst 18 Jahre jung. In Zukunft wolle man mehr Workshops und Klausurtagungen anbieten.

Am Ende konnten sich die Teilnehmer auf eine neue Geschäftsordnung einigen. So sollen weitere Versammlungen künftig strukturierter durchgeführt werden. Andere Punkte wie zum Beispiel die Verabschiedung des Leitantrags wurden verschoben. Auf eigenen Wunsch hin wurde der bisherige Schatzmeister Ragnar Kaesche verabschiedet, als sein Nachfolger wurde Wolfgang Bachmann vom Ortsverband Scheeßel gewählt.  jtd

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