Landpark-Projekt „Übernachtung im Baumhaus“ im Nachhaltigkeitswettbewerb

Vorerst noch Zukunftsmusik

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Zwischen solchen alten Eichen könnten die von Friedrich-Michael von Schiller geplanten Baumhäuser im Landpark Lauenbrück stehen.

Lauenbrück - Von Ulla Heyne. Einmal im Baumhaus übernachten – davon haben wohl viele Kinder und solche im Herzen schon einmal geträumt. Wenn es nach Friedrich-Michael von Schiller geht, könnte dieser Traum irgendwann im Landpark, über den Köpfen von Galloway-Rindern, Alaskan Malamutes und Bentheimer Landschafen, wahr werden.

Überzeugt hat das Konzept, das der Gründer des Landparks beim diesjährigen landesweiten Nachhaltigkeitswettbewerb im Reiseland Niedersachsen vorlegte, jedenfalls die Jury: Als eins von elf der 33 vorgelegten Konzepte, bei denen Nachhaltigkeit und Stärkung der Region als Tourismus-Standort im Vordergrund stehen, wurde die Zukunftsvision der Landparkbetreiber nominiert. Die Entscheidung soll Ende September fallen, Wirtschaftsminister Olaf Lies wird persönlich die Preise verteilen.

Dass von Schiller dennoch nicht in allzu große Euphorie ausbricht, hat mehrere Gründe: Zum Einen ist die Dotierung der Preise für die vier Erstplatzierten bei einem Gesamtwert der Kampagne von 90000 Euro völlig unklar, „bei den Kriterien und Verteilungsschlüssel lassen die sich nicht in die Karten gucken“, so der Stiftungsgründer und rührige Unternehmer.

Zum anderen wären, sollte das Projekt tatsächlich realisiert werden, erhebliche Hürden zu nehmen: „Bei der Finanzierung stehen wir in Vorverhandlungen – konkret aktiv werden können wir erst nach Vergabe des Preises, so wollen es die Spielregeln“, meint der Park-Chef. Mögliche Finanzpartner hätten sich jedoch bereits äußerst interessiert gezeigt. Danach gelte es, einen geeigneten Standort zu finden: „Die Bäume in der unmittelbaren Umgebung müssen von Fachleuten eingehend auf Herz und Nieren geprüft werden, ob sie gesund sind.“ Und auch die Konstruktion der Pfahlbauten selbst sei nicht ohne, hat sich der Park doch Barrierefreiheit auf die Fahnen geschrieben.

Die größte Hürde hat sich der Landpark jedoch selbst auferlegt: Das „magische Baumhaus“ ist Teil eines dreistufigen Plans. Und der sieht zunächst die Umsetzung eines grünen Gartens etwa für Schulklassen vor. „Dieser Wunsch wird, neben Übernachtungsanfragen, immer wieder an uns heran getragen.“ Pflanzen, Ernten, Zubereiten, alles unter freiem Himmel – von Schiller sieht die einzelnen Schritte, mit denen den Kindern der Kreislauf nahe gebracht werden soll, bereits vor seinem geistigen Auge. „Das alles muss vorher passieren, sonst machen die Übernachtungen im Park keinen Sinn.“ Die Übernachtung im Baumhaus: Reine Zukunftsmusik? „Ja, aber eine schöne!“

Die Baumhäuser sind übrigens nicht das einzige Projekt des Landkreises, das zu den Nominierten zählt: Auch das Nordpfade-Projekt „Tischlein deck dich“, das die mobile Bewirtung an ausgewählten Plätzen entlang der vom Tourow ausgewiesenen Wanderwege nach Absprache vorsieht, ist noch im Rennen.

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