Lärmschutzwand an der Bahn in Lauenbrück fertiggestellt / Gestern Feierstunde

Rund 2,4 Millionen Euro für weniger Lärm

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Zum Einheben des letzten Wandelements griffen (v.l.) Staatsekretär Enak Ferlemann, Reinhard Grindel (CDU-Bundestagsabgeordneter), Bürgermeister Jochen Intelmann, der stellvertretende Landrat Lothar Cordts (SPD), Lars Klingbeil (SPD-Bundestagsabgeordnete) und Bahnvertreter Ulrich Bischoping zu Schutzhelm und Warnweste.

Lauenbrück - Eine Nagelprobe hat die neue Schallschutzwand nördlich entlang der Bahnstrecke in Lauenbrück und Königsmoor schon am Dienstag bestanden: Die Reden zum Abschluss der drei Wochen andauernden Bauarbeiten mussten nicht wegen Zuglärms unterbrochen werden. Und das, obwohl während der Feierstunde am Lauenbrücker Bahnhof einige Metronom- und Güterzüge im Hintergrund vorbeirauschten.

Gut 2,4 Millionen Euro hat sich der Bund den Lärmschutz für die Gemeinde kosten lassen. Das teilte Ulrich Bischoping den Gästen aus Politik, Verwaltung, Nachbarschaft und Baubranche mit. Für zusätzlichen Schutz wie schalldämmende Fenster und Lüfter an Gebäuden rechnet der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn mit Ausgaben von 100.000 Euro. „Bis 2020 wollen wir den Eisenbahnlärm um zehn Dezibel reduzieren“, berichtete er. Das sei etwa die Hälfte des heute wahrgenommen Bahnlärms. Es sei gut, dass der Bund dafür Geld zur Verfügung stelle. „130 Millionen Euro sind es zurzeit im Jahr“, so Bischoping.

Lange hätten die Lauenbrücker um ihren Anteil an diesem Lärmschutz gekämpft, sagte Bürgermeister Jochen Intelmann (SPD). Darum, auf der Prioritätenliste des 1999 aufgelegten Lärmsanierungsprogramms des Bundes nach oben zu wandern. Mit Erfolg: „Diese Wand ist ein Meilenstein in der langen Geschichte unseres Bahnhofs.“

Enak Ferlemann (CDU), parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, bestätigte, dass sich die Anrainer die Baumaßnahme über viele Jahre gewünscht hätten. „Es ist eine relativ viel befahrene Strecke – mit vielen Güterzügen.“ Und es würden noch mehr. „Bis 2030 wird sich die Zahl der Güterzüge verdoppeln – auch hier“, sagte Ferlemann.

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