Lauenbrücker Landmarkt

Ländliches Flair in Perfektion

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Ob Einhornmarmelade, Fadenspiele, Jazz mit Cajon und Elefant oder sich von „Sherlock Holmes“ ins Visier nehmen zu lassen: Der Landmarkt bietet immer wieder außergewöhnliche Begegnungen und Erlebnisse.

Lauenbrück - Zwei Tage Sonne, rund 60 Aussteller, dazu einige Walk-Acts und viel gute Laune: Mehr braucht es nicht, um an die 4 000 Zuschauer beim diesjährigen Landmarkt zufrieden bis glücklich zu machen.

Um neben Bewährtem wie Feinkost, vor Ort zusammengestellten Gürteln und jeder Menge Schmuck Neues und Kurioses zu entdecken, braucht man nicht weit zu gehen: 20 Meter hinter dem Eingang, gleich hinter dem Thementisch mit kunstvoll aufgespießten Zitronen, steht Katja Saltner mit ihrer Einhorn-Marmelade: „Das schmeckt zu Quark, Eis, aber auch auf Pfannkuchen“, so die Ausstellerin aus Brillit bei Gnarrenburg. Der Kokosnuss-Himbeer-Aufstrich ist der Renner, „aber auch die Kirschminze ist toll!“, lobt eine Besucherin.

Vorbei am Baumkuchen aus Salzwedeln und Cashew-Kakao-Clustern geht es in den Innenhof. Dort verspricht Koch und selbst ernannter „lebenslanger Griller“ Leo Muntaniol einer Handvoll Neugieriger beim Workshop „eine neue Dimension des Grillens“. Die Lachsstückchen, die die Runde machen, duften verführerisch, die Anmeldeliste für den ersten Grillkurs im Landpark ist zu zwei Dritteln gefüllt.

Zurück in die Kindheit

Im Park selbst heißt es: Zurück in die Kindheit – mit Fadenspielen. Karin Boschen und Lothar Watschick alias „Aboinudi“, der mit der alten Spielkunst viel von Schulen gebucht wird, machen es vor: Vier, fünf Mal gegenseitig die verstrickten Fäden von den Fingern abnehmen – und fertig ist die Libelle.

Ein Stück weiter hat sich das Trio „Sax & Schmalz“ mit ihren Songs zwischen Schlager und Dixieland zum Stand von Sven Bartels gesellt. Der Cajonbauer aus Worpswede, der seine Rhythmuskästen aus edlem Holz, zwischen Instrument und Kunstwerk, vor allem auf Märkten wie diesem anbietet, ist zum ersten Mal hier und findet es „mit dem tollen Ambiente und superfreundlichem Publikum fast wie Urlaub“.

Landmarkt in Lauenbrück 

Viel Zeit, das zu erzählen, hat er indes nicht. Jetzt wird gejammt. Zum Quintett wird die Kombo unversehens, als sich ein weiterer alter Bekannter und Publikumsliebling hinzugesellt: Jochen der Elefant stimmt in Penny Penskis Gesang „How high the Moon“ ein. 

Im Wegfahren, vorbei an bunten Alpakkaponchos und getöpferten Königskronen auf Stäben und durch Duftwolken des glutenfreien Buchweizen-Crepes, beschwert die ferngesteuerte Figur: „Jetzt hab ich ‘nen Ohrwurm.“ Der Sänger kontert: „Kein Wunder, bei deinen Ohren!“ Wieder so ein Erlebnis, das einen Tag beim Landmarkt unvergesslich macht – eines von vielen.

hey

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