Besamungsverein und Rindviehzuchtverein informieren

Kuh-Komfort im Boxenlaufstall

Landwirt Holger Burfeind (2.v.l.) ist überzeugt: „Wenn es den Kühen gut geht, geht es den Menschen gut.“ – Interessiert nahmen die Gäste das mit moderner Technik ausgestattete Stallgebäude in Augenschein. - Foto: Rutzen

Hamersen/Helvesiek - Von Hannelore Rutzen. Als Mekka für rund 90 in der Region ansässige Landwirte, Tierzuchttechniker, Tierärzte, Berater und Kontrollassistenten aus der Region erwies sich der landwirtschaftliche Betrieb der Familie Holger und Carina Burfeind in Hamersen.

Der Besamungsverein Scheeßel, Visselhövede, Rotenburg und der Rindviehzuchtverein Rotenburg hatten zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Das Ehepaar Burfeind bewirtschaftet mit zwei festangestellten Mitarbeitern, einem Praktikanten und Mutter Heidemarie Burfeind einen Betrieb mit 168 Milchkühen sowie eigener Nachzucht (160 Jungtiere) und 1.800 Mastschweinen. 

Sowohl die Schweine als auch die Milchkühe werden in Ställen gehalten, die sich in Außenbereichen befinden. Die Milchkühe geben durchschnittlich 10.200 Liter Milch bei einem Fettgehalt von 3,65 Prozent und einem Eiweißgehalt von 3,54 Prozent.

„Ich habe mir das zuerst nicht erklären können“, meinte Holger Burfeind während der Führung, „aber seit vor zwei Jahren die Milchkühe in den neuen Boxenlaufstall eingezogen waren, steigerte sich ihre Milchleistung von 8.500 auf 10.000 Kilogramm Milch.“ Die Tiere hätten nun bessere Lebensbedingungen, mehr Platz, mehr Komfort, das Melken im doppelten 16er-Fischgrätmelkstand gestalte sich angenehmer – auch für die Kühe selbst. „Da kann man mal sehen, wie dankbar sich auch Tiere zeigen können“, bemerkte der Landwirt.

Zu Besamungen würden die Bullen Beart, Bellarabi, Benwood P, Satisfy und Caro Red von Masterrind eingesetzt. Burfeind: „Sie bringen beste Vererbungseigenschaften auch hinsichtlich der Milchleistungen mit.“ Die trockenstehenden Kühe würden auf Stroh gehalten. Das sei zwar aufwendig, meinte der Gastgeber, aber es lohne sich. 

Nach der Geburt würden die Kälber in Einzel-Kälber-Iglus gehalten, um später in Gruppen-Iglus zu wechseln. „Die männlichen Kälber verkaufen wir“. Derzeit seien die jungen Tiere noch auf dem alten Hof untergebracht. Die Tränkmilch müsse transportiert werden. „Ich lasse mir noch einmal durch den Kopf gehen, wie wir das ändern können, denn das ist ziemlich aufwendig“, meinte Burfeind.

Nach dem Rundgang stärkte sich die Gruppe mit einer Erbsensuppe im Landgasthaus, um sich im Anschluss von Eike Weseloh (Masterrind) eingesetzte und neu zur Besamung freigegebene Zuchtbullen vorstellen zu lassen. Kreisveterinär Dr. Joachim Wiedner informierte über aktuelle Themen der Tiergesundheit und Dr. Joachim Dreyer von der Firma Vilomex hielt einen Fachvortrag zum Thema „Optimierte Transitfütterung“.

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