Entlassung an der Fintauschule Lauenbrück / 46 Schüler haben ihr Abschlusszeugnis in der Tasche

„Es kommt auf Euch an“

Die Absolventen der Oberschule in Lauenbrück starten hoffnungsvoll in die weitere Ausbildung.

Lauenbrück - Bei der Abschlussfeier der neunten und zehnten Klassen der Fintau-Oberschule hatten nicht nur die Absolventen gute Laune. Helgo Mayrberger verkündete mit Stolz, dass von 46 Schulabgängern 43 den Sekundarabschluss I erlangt haben. „Das Endergebnis kann sich wirklich sehen lassen“, urteilte der Schulleiter.

So erreichten im zehnten Jahrgang neun Schüler einen Sekundar-I-Hauptschulabschluss, 16 einen Sekundar-I-Realschulabschluss und 18 Jugendliche machten einen erweiterten Sekundar-I-Realschulabschluss. In Klasse 9, die als Oberschule geführt wird, gibt es entsprechend eine Besonderheit: Nur drei Schüler würden die Bildungseinrichtung mit einem einfachen Hauptschulabschluss verlassen, so Mayrberger, „der Rest strebt im nächsten Schuljahr das Erlangen der mittleren Reife an“.

Angesichts der sommerlichen Temperaturen waren die jungen Damen mit Steckfrisur und dem „kleinen Schwarzen“ klar im Vorteil. Ein Outfit, das sie weit weniger ins Schwitzen brachte, als ihre Mitschüler, die mit Anzug, Hemd, Krawatte in der Aula der Lauenbrücker Oberschule aufliefen. Dort begrüßte Mayrberger neben den Hauptpersonen sowie Vorstandsvertretern vom Schulelternrat und Förderverein auch seinen Amtsvorgänger Heino Peters, Samtgemeindeverwaltungschef Tobias Krüger, die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden sowie den Vorsitzenden des Samtgemeinderates Rüdiger Bruns. Sie alle gaben den Abgängern gute Wünsche mit auf den Weg.

„Zukunft“, stellte der Schulleiter in den Mittelpunkt seiner Rede, „will gestaltet werden – es kommt auf Euch an“. Viele „Ehemalige“, die vor zehn Jahren ihren Abschluss an der Fintauschule machten, hätten im Handwerk und als Facharbeiter ihr berufliches Glück gefunden, gut die Hälfte sich weiter schulisch qualifiziert. „Heute blicken nicht wenige von ihnen auf einen Universitätsbesuch zurück und eine Reihe der Absolventen haben inzwischen selbst Kinder im Grundschulalter“, so Mayrberger. Zukunft zu gestalten bedeute gleichzeitig auch Chancen zu nutzen – und das sei selbst in Krisenzeiten möglich, machte er den Abgängern Mut. „Die Gesellschaft braucht einen jeden von Euch, und Ihr habt die Möglichkeit, die zukünftigen Umbrüche mit zu gestalten – und das ist doch eine wirklich schöne Perspektive.“

Nach der Zeugnisübergabe wurden einige Jugendliche noch besonders geehrt. Dazu zählten mit Aaron Suwe, Wiebke Malessa, Finnja Schmidt und Jonas Bösch Schüler, die mit besonderen schulischen Leistungen aufgewartet hatten. Auch für die jeweils besten ihres Jahrganges gab es Ehrennadeln: Jule Cordes und Sarah Wieskerstrauch haben im Zeugnis jeweils einen Notendurchschnitt von 1,8, während sich Jon Bulia über einen Durchschnitt von 1,7 freuen kann. Als sportlichster Schüler erhielt Douglas Wink eine Würdigung. Musikalisch umrahmt wurde das Programm vom Schulchor, der Lehrerband sowie Beiträgen am Klavier von Dana Bohatsch und Stefan Hinrichs. - lw

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