Kommentar zur Ratswahl in Fintel

Aufpassen mit dem Konsens

Lauenbrück - Von Matthias Röhrs. Ein paar Gesichter wurden ausgetauscht, eine neue Partei nimmt ihren Platz im Lauenbrücker Ratssaal ein – doch letztendlich bleibt politisch vieles beim Alten in der Samtgemeinde Fintel.

Das ist gut, die Ratsmitglieder haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass es gerade auf dem Land in kommunalen Räten um mehr geht als um Parteipolitik. Es geht um die Themen, die den Bürger in seinem Alltag betreffen. Und Konsens ermöglicht allseitige Zufriedenheit. Das ist gut für den Bürger, so können schneller gute Ergebnisse erzielt werden. Nicht erst bei der Suche nach dem neuen Samtgemeindebürgermeister Tobias Krüger – dessen Vorgänger Michael Niestädt bei der vergangenen Bürgermeisterwahl im Februar nicht mehr angetreten war – hat der Rat Geschlossenheit demonstriert. Da wundert es nicht, dass sich CDU, SPD und Grüne Zeit lassen mit der Wahl eines Partners. Doch wenig Veränderung birgt Gefahr. Stillstand ist häufig ein Rückschritt. Die Ratsleute dürfen sich jetzt nicht von der politischen Ruhe einlullen lassen und verlernen, kritisch zu bleiben – auch parteiintern. Nur so ist eine friedliche und einvernehmliche Politik weiterhin langfristig möglich.

Lesen Sie dazu den Artikel „Wenig Veränderungen, aber viele Optionen“

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