Knappes Ergebnis

Bürgermeister-Stichwahl: Sven Maier wird neuer Rathauschef in der Samtgemeinde Fintel

Und Prost! Wahlgewinner Sven Maier (Mitte) mit seiner Frau Lena. Zu den ersten Gratulanten zählt der noch amtierende Samtgemeindebürgermeister Tobias Krüger.
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Und Prost! Wahlgewinner Sven Maier (Mitte) mit seiner Frau Lena. Zu den ersten Gratulanten zählt der noch amtierende Samtgemeindebürgermeister Tobias Krüger.

Fintel/Lauenbrück – Sven Maier wird neuer Bürgermeister der Samtgemeinde Fintel. Bei der Stichwahl am Sonntag erhielt der 33-jährige Bewerber, der von der CDU und den Grünen unterstützt wurde, 2 309 und damit 51,44 Prozent der abgegebenen Stimmen. Seine Konkurrentin Anne Cordes, unterstützt von der SPD, kam auf 2 180 Stimmen (48,56 Prozent) und damit auf nur 129 weniger als Maier.

Schon nach den ersten Schnellmeldungen der Ergebnisse aus den Wahllokalen, die am Abend im Lauenbrücker Rathaus aufliefen, zeigte sich das Bild vom Sieg des parteilosen Horneburgers. Beide Kandidaten lieferten sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Kurz nach 20 Uhr betrat ein sichtlich überraschter Wahlgewinner im Gefolge seiner Frau Lena dann das Rathaus. In den Reihen seiner politischen Unterstützer und seiner Verwaltungskollegen brandete spontan Applaus auf. Aus dem Händeschütteln kam Maier zunächst gar nicht mehr heraus. „Ich war heute relativ nervös“, berichtete er über den Wahltag. Erst als die ersten Ergebnisse eintrudelten, sei er ein wenig ruhiger geworden. Nach dem ersten Wahlgang am 12. September, bei dem er noch neun Prozentpunkte hinter Cordes lag, habe er nach eigenen Angaben nicht unbedingt mit einem Erfolg gerechnet, aber in den letzten zwei Wochen noch mal „richtig Gas“ gegeben. „Das Ergebnis ist doch überraschend, aber ich freue mich natürlich sehr darüber“, sagte er. Seinen Erfolg führe er vor allem auf seine vielen Haustürbesuche zurück. „Das hat jede Menge gebracht und mir noch mal viel Motivation gegeben“, so der 33-Jährige. „Alles in allem war es eine tolle Sache – es hat sich also doch gelohnt“, fasste er seinen allerersten Wahlkampf zusammen und bedankte sich bei denen, die ihm mit ihrer Stimme das Vertrauen geschenkt hatten.

Die Wahlbeteiligung lag mit 71,5 Prozent übrigens deutlich über der vom ersten Wahlgang vor zwei Wochen (61,8) – knapp 1 000 Bürger mehr machten bei der Stichwahl ihr Kreuzchen.

Kurz nach Maier kamen auch Vertreter der SPD, die Anne Cordes unterstützt hatten, ins Rathaus. Die Sozialdemokraten hatten die Ergebnisse zuvor im Finteler Dorfkrug verfolgt. Die Wahlverliererin selbst blieb der kleinen Feier bei Sekt und Selters fern. Was sie zu ihrem Abschneiden sagt? „Natürlich sind ich und die Truppe enttäuscht, dass es nicht geklappt hat. Wir haben sehr fair den Wahlkampf fortgesetzt – jetzt ist es so, wie es ist.“ In ihrer Kandidatur sehe die Parteilose ebenso eine Art Signalwirkung: „Ich bin ja angetreten, um überhaupt eine Wahl zu ermöglichen und zu sagen, dass es auch eine Frau kann.“ Und das hätten die Wähler offenbar auch wirklich so angenommen – „ich muss mich bei diesem Ergebnis jedenfalls nicht verstecken“, betont die 55-Jährige, die aus der Privatwirtschaft kommt.

Rund einen Monat hat Maier jetzt Zeit, sich auf die Nachfolge vom scheidenden Samtgemeindebürgermeister Tobias Krüger vorzubereiten. Am 1. November beginnt seine Amtszeit. Als jemand vom Fach, der ohnehin schon seit ein paar Jahren den Fachbereich Bauen und Finanzen im Rathaus leitet, dürfte ihm die Einarbeitung nicht allzuschwer fallen.

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