Annika Eben aus Fintel spricht mit Lars Klingbeil über ihr USA-Stipendium

Klönschnack im Cafesito

Annika Eben und Lars Klingbeil beim zwanglosen Gespräch im Cafesito. Foto: Goldstein

Fintel - Von Heinz Goldstein. Für Annika Eben aus Fintel hat sich im August 2017 ein Traum erfüllt. Als damalige Schülerin an der Kooperativen Gesamtschule Schneverdingen hat sie im Rahmen des Parlamentarischen Patenschaftsprogramm des Bundestages und des amerikanischen Kongresses als Austauschschülerin im zweiten Anlauf von dort ein Stipendium bekommen und ein Jahr in den Vereinigten Staaten von Amerika verbracht. In einem Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten und Generalsekretär der SPD, Lars Klingbeil, berichtete Eben nun in der Rotenburger Cafesitobar über ihre Erfahrungen, die sie während ihres Aufenthaltes im Bundesstaat Pennsylvania gemacht hat, und wie sich der Aufenthalt auf ihre Persönlichkeit ausgewirkt hat.

„Ich habe das USA-Stipendium nach meiner Bewerbung bei der zuständigen Organisation ,Experiment´ von der damaligen zuständigen CDU-Bundestagsabgeordneten Kathrin Rösel erhalten“, erklärte Eben. Warum nun aber das Gespräch mit Klingbeil und nicht mit Rösel? Nach seinem Direktwahl-Sieg im Wahlkreis Rotenburg I - Heidekreis bei der Bundestagswahl im September 2017 hat Lars Klingbeil die Patenschaft für die Schülerin automatisch übernommen.

„Ich habe mich durch den einjährigen Aufenthalt in den USA selbst besser kennengelernt - vornehmlich meine Stärken und Schwächen erkannt. Ich bin selbstbewusster geworden und habe festgestellt, was mir in meinem Leben wichtig ist“, resümierte Eben. Sie habe in Pennsylvania bei ihren Gasteltern in Cresco viele neue Dinge kennengelernt, Erfahrungen gesammelt und Verantwortung getragen. „Kurz gesagt - ich bin reifer geworden und habe ungemein an Selbstvertrauen gewonnen.“ Das Ziel des Programms - durch die Begegnung der Kulturen mehr Verständnis füreinander aufzubringen - sei bei ihr definitiv erreicht worden.

Das Jahr habe ihr gezeigt, dass es für sie immens wichtig ist, mit Menschen zusammenzuarbeiten. „Ich möchte meine Auslandserfahrungen und auch meine enorm verbesserten Englischkenntnisse in einem zukünftigen Beruf Richtung Sozialpädagogik mit einbringen.“

Wie ihr Alltag bei der Gastfamilie ausgesehen hat, wollte Klingbeil wissen und wie sie die Amerikaner nach ihrem Aufenthalt charakterisieren würde. „In meiner Gastfamilie hat das Zusammenleben bestens gepasst. Es gab nie Reibereien.“ Die Mutter sei Lehrerin an einem College und der Vater habe als Metzger in einem Supermarkt gearbeitet. Eben habe sich das Zimmer dort mit ihrer Gastschwester geteilt und sei als einzige Austauschschülerin an der Pocono Mountain East High School (1 800 Schüler) gewesen. Es sei zunächst nicht einfach gewesen, dem Unterricht zu folgen, aber das habe sich schnell relativiert. Es gebe dort eine wesentliche größere Anzahl an Schulfächern. Zudem gibt es einen Dresscode für die Schüler in den Schulfarben Schwarz/Weiß/Grau. Neben dem Besuch Schule sei sie mit den Gasteltern an Wochenenden und bei Tagesausflügen unterwegs gewesen, um die Gegend und die Menschen kennenzulernen. „Ich habe die Amerikaner als offen und gastfreundlich empfunden.“ Sie hätten teilweise auch auch übertriebene Eigenliebe und manchmal Verbohrtheit gezeigt. Amerikaner seien sehr konservativ in Bezug auf ihr Land. „Auf der anderen Seite sind sie weltoffen.“ Das Wissen der Mehrzahl der Leute über Deutschland hingegen sei verbesserungswürdig. „Aber dazu kann der Austausch ja auch beitragen.“

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