Fachausschuss der Samtgemeinde Fintel gibt grünes Licht für Stellenausschreibung

Klimaschutzmanagement in der Mache

Kirsten Taberski und Sven Maier informierten in Sachen Klimaschutzmanagement. Foto: Ujen

Lauenbrück – Die aktuellen Entwicklungen in Sachen Klimaschutz und nachhaltiges Handeln veranlassen auch die Samtgemeinde Fintel, sich intensiver mit diesem Thema auseinandersetzen. So geschehen in der jüngsten Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses, wo es um die Installation eines Klimaschutzbeauftragten ging. Dazu präsentierte Verwaltungsmann Sven Maier ein Konzept zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Er stellt fest, dass sich sämtliche Handlungsbereiche, in denen Kommunen tätig sind, nachhaltig gestalten lassen und das in enger Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Rat und engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Mithilfe der neu zu schaffenden Stelle eines Klimaschutzmanagers (KSM) soll jetzt unter anderem ein Klimaschutzkonzept erarbeitet werden. Der KSM soll sowohl verwaltungsintern, als auch extern über das erarbeitete Konzept informieren und Prozesse für die übergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung wichtiger Akteure in Gang setzen. Ziel ist, verstärkt Klimaschutzaspekte in Verwaltungsabläufe zu integrieren. Die Personalstelle wird durch das Umweltministerium fachlich sowie inhaltlich unterstützt und maximal fünf Jahre lang durch einen Zuschuss in Höhe von bis zu 65 Prozent gefördert, der nicht zurückgezahlt werden muss.

Das gilt auch für Teilzeitstellen. „Wir schlagen für diesen Posten die Entgeltgruppe 9b vor, entsprechend 53 589,65 Euro“, erklärte Maier. KSM Kirsten Taberski gab einen Einblick in ihre Tätigkeit in der Gemeinde Sottrum, wo sie ein bereits vorliegendes Konzept abarbeitet: „Zu meinen Arbeitsfeldern gehört das Energiesparen, das ich mit Bürgerinfos begleite, ebenso in die Bauleitplanung einbringe und auch in der Zusammenarbeit mit Schule und Kitas verfolge.“ So könnten etwa bis zu 20 Prozent an Energiekosten an kommunalen Liegenschaften wie etwa dem Rathaus eingespart werden.

Hans-Jürgen Schnellrieder (Grüne) forderte mehrfach dazu auf, eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufzustellen, um zu ergründen, ob sich die KMS-Stelle überhaupt rechnet. Rüdiger Bruns (SPD) konterte: „Wir wollen die Sache auf den Weg bringen und sehen dann weiter.“ So kam es schließlich zur einstimmigen Empfehlung, dass „beschlossen wird, im Rahmen der Haushaltsberatungen und des dazugehörigen Stellenplanes, die Voraussetzungen für die Einstellung eines Klimaschutzmanagers zu schaffen“. Für die Haushaltsplanung 2020 werden 21 000 Euro als Personalaufwand für ein halbes Jahr eingeplant und ab 2021 etwa 42 000 Euro. Dagegen stehen die zu erwartenden Fördermittel in Höhe von 65 Prozent. Weitere finanzielle Auswirkungen lassen sich noch nicht beziffern.  hu

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