Lauenbrücker und Sittensener Ortsverbände fusionieren

Kiel bleibt Vorsitzender des Sozialverbandes

Während der Jahreshauptversammlung hat Jürgen Kiel (2.v.l.) auch Ehrungen verteilt.

Lauenbrück – Der Lauenbrücker Sozialverband (SoVD) existiert nicht mehr – jedenfalls nicht mehr so, wie viele ihn kennen. Der derzeitige Vorstand wollte sich nicht erneut zur Wiederwahl stellen, weshalb eine Zusammenlegung mit dem Ortsverband Sittensen in Betracht gezogen wurde. Nun haben die Verbände die Weichen gestellt, um eine Fusion der beiden zu ermöglichen. Ab sofort läuft der Verband unter dem Namen SoVD Sittensen-Lauenbrück.

Es ist ein altbekanntes Problem, vielen regionalen Vereinen fehlt der Nachwuchs. Insbesondere junge Leute lassen sich oft nicht für eine Mitgliedschaft begeistern. Auch der Sozialverband hat damit zu kämpfen. „Der Aufwand ist einfach zu groß geworden“, sagte Vorsitzender Jürgen Kiel. Das Besondere an Kiels Rolle: Er hatte das Amt nicht nur in Lauenbrück übernommen, sondern auch in Sittensen. „Das Problem war einfach, dass ich für beide Vereine alles doppelt machen musste, sei es die Organisation oder Versammlungen. Durch eine Verschmelzung beider ist die Arbeit einfach übersichtlicher.“ Außerdem fördere dies auch den Zusammenhalt der beiden Orte, so Kiel. Eine Kooperation bestehe schon seit mehr als fünf Jahren, da mache eine Fusion mit Sittensen am meisten Sinn.

Kiel hatte damals fast zufällig, wie er es nennt, den Vorsitz übernommen. Vor ein paar Jahren wollte der gesamte Vorstand in Lauenbrück zurücktreten und da es keine Nachfolger gab, übernahm er zusätzlich zu dem Posten im Sittensener Ortsverband spontan. In Sittensen befindet sich Kiel somit im vierten Jahr und in Lauenbrück im dritten Jahr seiner Amtszeit. Doch es sei schwierig gewesen, beides unter einen Hut zu bringen, weshalb er die Idee des Zusammenschlusses eröffnete. Diese ist nun bei der Jahreshauptversammlung beschlossen worden.

Auch langjährige Mitglieder wurden während der Versammlung geehrt. Irmgard Schliemann für 40 Jahre Mitgliedschaft, Hiltrud Stegen für 25 Jahre und Anneliese Worthmann, Bernhard und Bärbel Schneider sowie Günter Schumacher sind seit zehn Jahren dabei. Auch Mitglieder, die einen runden Geburtstag im abgelaufenen Jahr gefeiert haben, wurden geehrt.

„Ich möchte die sozialen Kontakte wieder aufleben lassen“, sagte Kiel über sein Anliegen, auch wenn das wegen der Corona-Krise derzeit nicht möglich ist. „Einsamkeit kann man nicht therapieren und ich möchte Älteren weiterhin die Möglichkeit geben, rauszukommen.“ Immerhin würden die angebotenen Aktionen gut angenommen. Zwischen 40 und 60 Teilnehmer meldeten sich regelmäßig, egal ob Mitglied oder nicht. Aktuell setzt der neue Ortsverband Sittensen-Lauenbrück seine Veranstaltungen aus, blickt aber schon auf traditionelle Termine wie die Weihnachtsfeier. Versammlungen werden, sobald sie wieder stattfinden können, in das Sittensener Theaterhaus verlegt. „Lauenbrück besitzt 140 Mitglieder und Sittensen etwa 450, deshalb die Ortsverschiebung.“

Das Amt werde er so schnell nicht wieder aufgeben. So lange wie die Gesundheit mitspielt, will er auch weiterhin die Fäden in der Hand halten. Es mache ihm Spaß, sich um alles zu kümmern. „Ich möchte alles so interessant und spaßig wie möglich halten. Das Angebot soll von weit weg bis direkt vor die Haustür reichen“, meinte Kiel.

Als Nächstes geplant ist das Sommerfest am Samstag, 4. Juli. Außerdem gibt es im August eine gemeinsame Grillaktion, im September einen Tagesausflug nach Bremerhaven und einiges mehr. Für Anmeldungen oder Fragen zu Aktionen des SoVD steht Kiel unter der Telefonnummer 04282 / 5089678 zur Verfügung.

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