Anwärter für den Lauenbrücker Kirchenvorstand sprechen über ihre Motivation

Kandidaten stellen sich vor

Die Lauenbrücker Kandidaten für die Kirchenvorstandswahlen stellten sich jetzt im Gemeindehaus vor (v.l.): Carola Marquardt, Inge Baden, Miriam Mehmert, Anglika Hoppe, Annette Hanke, Vera Martens und Elke Mahnken. Es fehlt: Hinnerk Ehlbeck. - Foto: Rutzen

Lauenbrück - Von Hannelore Rutzen. In allen evangelischen Gemeinden werden am kommenden Sonntag die Weichen für die Arbeit der Kirchenvorstände neu gestellt. Das war für die Lauenbrücker Marin-Luther-Kirchengemeinde ein Grund, um zu einer großen Vorstellungsrunde einzuladen. Acht Kandidaten konnten gefunden werden, die sich bereit erklärten, Aufgaben in der kirchlichen Arbeit zu übernehmen.

Dass dies nicht leicht war, berichtete Pastor Lars Rüter. Denn der in den vergangenen Jahren zu beobachtende Trend, Zurückhaltung bei der Übernahme von Ehrenämtern, machte auch vor den Kirchentüren nicht halt. Deshalb hatte es Wochen gedauert, und viel Überzeugungsarbeit war gefordert, um die erforderliche Kandidatenzahl zusammenzubekommen. Auch kam er auf der Versammlung auf die Mitgliederzahl seiner Gemeinde zu sprechen – die sei von 2700 im Jahr 1995 auf aktuell 2269 geschrumpft, jedes Jahr um etwa ein Prozent. „Angesichts dieser Tatsache gilt es sich Gedanken zu machen, was aus den oft großen Gemeindehäusern wird“, so Rüter. Mit Blick auf deren Nutzung seien jedenfalls schon heute kreative Ideen gefragt.

Aufschlussreich waren die Erläuterungen der Bewerber ihrer Gründe, sich einer solch verantwortungsvollen Wahl zu stellen. Zu hören war beispielsweise: „Wem solch ein Ehrenamt angetragen wird, der kann es nicht ablehnen.“ „Einfach mal ins kalte Wasser stürzen, um solch eine Aufgabe zu übernehmen“, meinte eine andere Kandidatin.

Schon auf Erfahrungen in der kirchlichen Arbeit zurückblicken kann Inge Baden. Seit 1994 gehört sie dem Vorstand an, singt im Lauenbrücker Gospelchor mit und gehört dem Team der Kleiderkammer an. 35 Jahre war sie Bäuerin, jetzt ist Baden im Ruhestand und zeichne sich eigenen Worten nach durch Kreativität und Organisationstalent aus.

Ebenfalls erneut für den Kirchenvorstand kandidiert Hinnerk Ehlbeck, mit seinen 42 Jahren der Jüngste in der Runde. „Ich möchte meine bisherigen Erfahrungen einbringen. Das Gespräch mit den Menschen und der Kontakt zu ihnen ist für mich eine Bereicherung“ sagt er.

Kurz vor der Rente steht Dr. Annette Hanke, die schon fleißig an der Erstellung des Gemeindebriefes mitgearbeitet hat. „Im Ruhestand habe ich dann mehr Zeit, mich dieser Arbeit noch stärker zu widmen“, meint sie.

Seit 2012 gehört Angelika Hoppe dem Kirchenvorstand an. Der Ergotherapeutin, die auch als Lektorin tätig ist, sei vor allem der Austausch mit den Menschen über den Glauben wichtig. Daher wolle sie ihre Mitarbeit auch besonders in Gottesdiensten, am Weltgebetstag oder in Glaubenskursen einbringen.

Ebenfalls seit sechs Jahren dabei ist Elke Mahnken. Sie hilft mit bei der Vorbereitung des Frauenfrühstücks und ist außerdem Fahrerin beim Bürgerbus. „Mir macht die abwechslungsreiche Arbeit viel Spaß, besonders die Arbeit mit der Jugend“, verrät Mahnken ihre Motivation.

In ihrer Tätigkeit mittlerweile zu Hause fühlt sich Carola Marquardt, 2012 in das Gremium gewählt. „Es macht mir viel Freude, das Gemeindeleben attraktiver und lebendiger zu gestalten“, sagt sie.

Vera Martens wohnt seit 20 Jahren in Lauenbrück. Sie qualifizierte sich zur Dozentin für Alphabetisierung, arbeitet in der Kleiderkammer mit, singt im Gospelchor und möchte sich beispielsweise zum Weltgebetstag noch mehr engagieren.

Miriam Mehmert lebt mit ihrer Familie seit zehn Jahren in Lauenbrück. Sie ist Ergotherapeutin und hat fünf Kinder. Ihr liege die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen besonders am Herzen. „Es ist eine Aufgabe, der ich mich auch früher schon, als ich noch in Karlsruhe lebte, widmete.“ Kirche solle in allen Generationen nicht nur erlebt, sondern auch gelebt werden, findet sie.

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