Polizei bittet um Hinweise

Halter von Känguru melden sich – doch „Fipsi-Energy“ bleibt verschollen

Wer hüpft denn da durch Lauenbrück? Im Landkreis Rotenburg ist ein Känguru unterwegs. Ja, richtig gelesen. Mittlerweile ist klar, woher das Weibchen stammt.

Update vom 11. Mai: Das Rätsel um die Herkunft des Kängurus in Lauenbrück ist gelöst. Aufgetaucht ist es trotzdem noch nicht. Weiterhin fehlte jede Spur von dem Weibchen namens „Fipsi-Energy“, das nach Angaben der Polizei vom Dienstag einem privaten Halter entwischt war. Mittlerweile hat sich die Familie des Halters gemeldet.

Känguru in Lauenbrück: „Fipsi-Energy“ hüpft über Gartenzaun

„Das Tier lebte erst seit Oktober dort und war noch nicht richtig eingewöhnt. Dann ist es weg über den Gartenzaun“, sagte Polizeisprecher Heiner van der Werp. Rund 1,80 Meter musste es dafür überwinden. Ein zweites Känguru, das schon seit fünf Jahren dort lebt, schloss sich dem Ausflug seiner Artgenossin nicht an. Die Polizei hofft weiter auf Zeugenhinweise, um „Fipsi-Energy“ zu finden. (dpa)

Originalmeldung vom 10. Mai: Lauenbrück - Eine Anwohnerin kontaktierte die Beamten der Polizeistation in Fintel: Sie wolle in den vergangenen Tagen ein Känguru oder Wallaby (Gattung aus der Familie der Kängurus) in Lauenbrück gesehen haben!

Gemeinde Lauenbrück
Samtgemeinde Fintel
Landkreis Landkreis
Vorwahl04267

Das Tier sei angeblich auf einem Grundstück an der Straße „Im Stell“ herumgehüpft. Was erstmal nach Halluzination oder Fiebertraum klingt, ist real. Auch die Polizisten trauten der angeblichen Sichtung der Anwohnerin erstmal nicht so recht, schreiben sie in einer Pressemitteilung. Aber dann präsentierte die Frau ein Foto und einen kurzen Videoclip von dem hüpfenden Känguru

Känguru in Lauenbrück: Polizei bittet um Hinweise

Nun fragt sich die Polizei, wo der Hüpfer ausgebüxt sein könnte. Zeugen, die eine Idee haben, wo das Känguru herkommen könnte, melden sich bitte bei den Beamten unter Telefon 04265/95486-0.

Ein Känguru hüpft durch Lauenbrück.

Zwar gibt es in Lauenbrück einen Tierpark, doch laut Website sind dort keine Kängurus beherbergt. Ob das Tier aus einem anderem Park oder Zoo in der Gegend getürmt sein könnte, ist unklar. Tatsächlich gibt es aber auch Privatleute, die Kängurus bzw. Wallabys als Haustiere halten.

Känguru hüpft durch Lauenbrück: Kommt es aus einem Privathaushalt?

Im vergangenen Jahr sind zwei Wallabys von einem Hof bei Brake (Landkreis Wesermarsch) entlaufen, eines verunglückte tödlich. Wer ein Wallaby tatsächlich als Haustier halten möchte, braucht vor allem viel Platz: Nach den Regeln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft muss das Außengehege mindestens 200 Quadratmeter groß sein.

Kängurus büxen aus Langeweile aus

Es könnte also wirklich sein, dass das Känguru aus einem Privathaushalt rund um Lauenbrück stammt. Bärbel Rogoschik, Leiterin des Nabu Artenschutzzentrums in Niedersachsen, erklärt gegenüber „buten und binnen“, dass Kängurus ausbüxen, weil sie es in ihren Gehegen zu langweilig finden: „Sie haben nichts anderes zu tun als zu gucken: ‚Was mache ich?‘ Und dann hauen sie gerne ab.“ 

Rubriklistenbild: © Polizei

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