„Da fehlen einem die Worte“

Spielplatz Bördel: Landjugend Fintel bezieht Stellung zu Äußerungen der Elternschaft

Ausgelassene Stimmung herrschte noch 2019 bei der 72-Stunden-Aktion der Finteler Landjugend.
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Ausgelassene Stimmung herrschte noch 2019 bei der 72-Stunden-Aktion der Finteler Landjugend.

Fintel – „Echt traurig, da fehlen einem die Worte“, heißt es aus den Reihen der Landjugend Fintel übereinstimmend. Die Empörung unter den jungen Leuten sitzt tief. Daher melden sie sich nun doch zu Wort – als Reaktion auf den Zeitungsartikel, in dem einige Finteler Eltern die Qualität des Spielplatzes Bördel in Frage stellen.

„Wir möchten niemandem zu nahe treten oder alle über einen Kamm scheren, sehen uns aber leider in der Pflicht, zu den Äußerungen Stellung zu nehmen“, schreibt der Verein, der im Mai 2019 die Fläche im Rahmen der alle vier Jahre stattfindenden, von der Niedersächsischen Landjugend initiierten 72-Stunden-Aktion erneuern ließ, in einer Mitteilung an die Kreiszeitung. „Jetzt fallen uns die Anwohner in den Rücken und rücken auch uns als Verein in ein schlechtes Licht“, befinden die Mitglieder. Und weiter heißt: „Wir handelten nicht nur nach bestem Wissen und Gewissen mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln, indem wir uns über Richtlinien und Bestimmungen für einen Spielplatz informierten, den Anforderungen nachgingen und unser handwerkliches Geschick unter Beweis stellten, sondern haben mit Freude und auch eigenen finanziellen Mitteln dieses Projekt fertiggestellt.“ Dass der eigene Einsatz und der Bau von Schaukel, Wippe, Sandkasten und Bänken sowie die Restauration drei weiterer Spielgeräte als unbedeutend und enttäuschend bezeichnet werde, sei „ein Schlag ins Gesicht und trübt die große Unterstützung, die wir sonst von so vielen Privatpersonen und Firmen erfahren haben“. Die Finteler Landjugend sei ein Verein, der in und für Fintel agiere, „für Kinder genauso wie für die ältere Generation, beispielsweise beim Wocheneinkauf in der Corona-Zeit.“ Schade sei es, dass dieses ehrenamtliche Engagement nicht anerkannt werde „und es heutzutage anscheinend nur teure Spielgeräte wert sind, von Kindern bespielt zu werden“.

Lob vom Bürgermeister

Einer, der sich in diesem Zusammenhang ganz klar hinter die Beteiligten stellt, ist Fintels Bürgermeister Wilfried Behrens (SPD). Er sagt: „Die Landjugend hat das ihr zur Verfügung gestellte Material damals in hervorragender Weise aufgearbeitet und installiert.“ Dafür gebühre ihr nochmals sein Dank.

Was die Historie betrifft, sei der Spielplatz Bördel bis zum Inkrafttreten eines Bebauungsplanes im Jahre 2015 kaum von der Öffentlichkeit genutzt worden, der sei seiner Auskunft nach erst nach Ende der Baumaßnahme wieder interessant geworden. „2018 wurde den Eltern dann die Planung vorgestellt und es wurde um Vorschläge gebeten“, rekapituliert der Bürgermeister die Ereignisse. „Nach einem Beschluss des Gemeinderates sollten für die Herrichtung des Platzes 20 000 Euro im Haushalt 2019 zur Verfügung gestellt werden.“ Dann aber sei die Landjugend mit der Idee gekommen, vorhandene Geräte zu sanieren und in der besagten Aktion aufzubauen. Behrens: „Die Verwaltung hat entschieden, diese Maßnahme abzuwarten und dann über das geplante zentrale Großgerät zu entscheiden. Dann aber hat uns die einsetzende Pandemie zur Ausbremsung dieses Planes gezwungen.“ Im diesjährigen Haushalt, sagt er, sei die Maßnahme nun aber natürlich vorgesehen. „Inzwischen haben wir gemeinsam mit einer kleinen Abordnung der Eltern auch schon ein passendes Gerät ausgesucht und bestellt.“

Zwei im Artikel gefallenden Äußerungen muss der Bürgermeister dann aber doch richtigstellen: Demnach sei, was die Kosten anbelangt, nie von Eigenleistungen der Eltern die Rede gewesen, sondern von einer gemeinsamen Suche nach Sponsoren. Und: „Alle installierten Geräte sind und waren immer Tüv-geprüft.“  lw

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