Lauenbrücker Landatelier im Wettbewerb um den Metropolitaner 2020 / Online-Abstimmung

„Jede Stimme zählt!“

Daumen drücken für den Hauptgewinn: Katherine von Schiller und ihr Mann Michael-Friedrich. 
Foto: Warnecke
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Daumen drücken für den Hauptgewinn: Katherine von Schiller und ihr Mann Michael-Friedrich. Foto: Warnecke
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Lauenbrück – Katharine von Schiller ist gespannt – gespannt darauf, ob das Landatelier, die von ihr vor gut drei Jahren im Landpark ins Leben gerufene Schneider-Werkstatt für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund, den Pott nach Lauenbrück holt. Oder besser gesagt: den „Metropolitaner Award“. Den lobt die Metropolregion Hamburg in diesem Sommer zum zweiten Mal aus – an Einzelpersonen, Vereine und Stiftungen sowie Unternehmen, die sich für das Wohl der Region besonders engagieren. Ganze 116 Vorschläge waren in diesem Jahr eingereicht und von einer mit Entertainer Yared Dibaba und Sänger Stefan Gwildis teils prominent besetzten Jury begutachtet worden, darunter eben auch das Landatelier. „Dass wir jetzt unter die letzten 15 gekommen sind, dazu noch als einzige aus dem Südkreis, das ist schon irre!“, freut sich von Schiller, die mit ihrem Gatten Michael-Friedrich den gemeinnützigen Park, gelegen zwischen Lauenbrück und Rehr, betreibt.

Genaugenommen sind es noch vier Mitstreiter, nämlich die aus der Kategorie Vereine/Stiftungen, gegen die sich das Lauenbrücker Projekt, welches größtenteils noch über Sponsoren und Förderer getragen wird, im Wettbewerb um den mit 2 500 Euro dotieren Preis zu behaupten hat. Bis Ende Juli, erläutert die Atelierleiterin, habe jetzt die Öffentlichkeit das letzte Wort, könne online unter www.metropolitaner.de ihre drei Favoriten wählen. Allein im vergangenen Jahr hätten sich rund 5 000 Menschen an der Kür beteiligt.

Für sie sei die Frauen-Werkstatt, für die sie im Schulterschluss mit der Hamburger Modedesignerin Sibilla Pavenstedt und ihrem Projekt „Made in Veddel“ kooperiert, eine Herzenssache, betont Katherine von Schiller. Immer wieder montags kämen aus Kriegs- und Krisenländern geflüchtete Frauen, aber auch Einheimische im Landpark zusammen – zum Nähen, Stricken und Häkeln. Und natürlich zum Klönschnack, der dürfe jedes Mal nicht fehlen, schmunzelt Katherine von Schiller. „Das Tolle ist: Jede Teilnehmerin wird mit einem Shuttle abgeholt – und jede darf natürlich auch gerne ihre Kinder mitbringen.“

Die Idee zu dem Projekt sei ihr nach einem Besuch der „Charta der Vielfalt“, einer großen Konferenz in Berlin, gekommen. „Da war mir damals klar, dass viele Frauen mit Flüchtlingshintergrund hierzulande, anders als ihre Männer, benachteiligt sind – beim Erlernen der deutschen Sprache zum Beispiel oder bei den beruflichen Perspektiven.“ Im Landatelier, das habe die Erfahrung über die Jahre gezeigt, würden die Betroffenen mehr und mehr auch an Selbstbewusstsein gewinnen. „Sie lernen, sich zu präsentieren“, hat auch Michael-Friedrich von Schiller festgestellt. „Das sind schon tüchtige Leute.“ Ginge es nach ihm, möchte man natürlich gewinnen. „Wir brauchen jede Stimme“, wirbt er um Unterstützer. „Die Auszeichnung wäre ja nicht nur für uns als Landpark toll, sondern für den ganzen Landkreis.“ Die Preisverleihung soll Anfang September in der Hamburger Elbphilharmonie stattfinden.

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