Informatives Referat von Heilpraktikerin Anke Kraas beim Lauenbrücker Frauenfrühstück

Moxa-Zigarre lindert Schmerzen

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Die Organisatorinnen des Frauenfrühstücks Elsa Schönfeld (v.l.), Georgia Rüter, Käthe Schönfeld, Sonja Heitmann, Helga Schröder, Heidrun Schirmacher, Marina Klee, Birgit Prigge, Elke Mahnken, Sabine Viets und Kirsten Einsenbeiß sowie die Referentin Anke Kraas (5.v.r.) freuten sich über eine gelungene Veranstaltung.

Lauenbrück - Von Ursula Ujen. Das Frauenfrühstück der Kirchengemeinde Lauenbrück hat seinen ganz besonderen Charme: Da im Gemeindehaus der Martin-Luther-Kirche maximal Platz für 60 Gäste ist, zeichnet es sich durch eine geradezu familiäre Atmosphäre aus. Und so informierte Heilpraktikerin Anke Kraas in einer gemütlichen Runde über alte chinesische Medizin.

„Heute feiern wir ein kleines Silberjubiläum, denn das 13. Frühstück ist gleichzeitig unsere 25. Veranstaltung“, freute sich die Organisatorin Helga Schröder im voll besetzten Haus.

Sie stellte die Heilpraktikerin Anke Kraas vor, die mit ihrem Referat „Traditionelle chinesische Medizin – was ist das eigentlich?“ den Hauptprogrammpunkt bestritt. Mit einem in drei Gruppen gesungenen Kanon versetzte Kantorin Anne Wahlers die Besucherinnen in eine beschwingte Stimmung, und der zum Thema passende Wartezimmer-Sketch mit „Sprechstundenhilfe“ Elsa Schönfeld tat sein Übriges.

„Seit mehr als 2000 Jahren gibt es die traditionelle chinesische Medizin – TCM – sie geriet Jahrhunderte lang in Vergessenheit und wurde erst 1945 durch Mao rehabilitiert“, führte Anke Kraas in ihren Vortrag ein. „Heute gilt sie als anerkannte Heilmethode, die den menschlichen Körper als Einheit betrachtet, in dem Körper und Seele nicht voneinander getrennt werden.“ Die bei einem chinesischen Arzt ausgebildete Heilpraktikerin hat sich zusätzlich in Akupunktur schulen lassen und betreibt seit 2014 ihre eigene Praxis in Jeersdorf.

Anhand von Schautafeln gab sie den Gästen einen Einblick in die Grundlagen und Zusammenhänge der TCM und erklärte viele spezifische Begriffe wie das weibliche Yin und das männlich Yang oder die Lebensenergie Shi. „Bei der Akupunktur stimulieren Nadeln bestimmte Triggerpunkte entlang der energetischen Leitbahnen, den Meridianen, die sich durch den ganzen Körper ziehen, und lösen so Blockaden. Warum die feinen Nadelstiche wirken, ist zwar noch immer nicht umfassend erforscht, aber sie helfen nachweisbar“, konstatierte die Referentin.

Beschwerden wie Allergien, Migräne, Magen- und Darm- oder Herz- und Lungenerkrankungen ließen sich durch die TCM erfolgreich behandeln. Bei schweren oder chronischen Erkrankungen wie Karzinomen oder Diabetes sei allerdings uneingeschränkt die Schulmedizin gefragt, hier könnten nur die eventuellen Nebenwirkungen gelindert werden. Allerdings sollten die Kosten vorab immer abgeklärt werden. „Denn bisher übernehmen nur Zusatz- oder Privatversicherungen die Behandlung“, erläuterte Kraas.

Die stellte neben üblichen Behandlungsmethoden mit chinesischen Kräutermischungen oder Schröpfen auch recht ungewöhnliche Verfahren vor. So zum Beispiel Moxa, bei der Körperpunkte mit einer schwelenden „Zigarre“ aus Beifußkraut erwärmt werden, oder die mit einem Schaber durchgeführte Technik Gua Sha, die den Blutfluss anregen soll.

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