Zum sechsten Mal Fischerstechen im Wiesensee

Höchststrafe Wasserkontakt

Genauso „erbittert“ wie mit viel Spaß waren die Teilnehmer beim Fischerstechen dabei. Am besten schlugen sich beim Wettbewerb die Kinder der „Flinken Fische“ (oben rechts) und die etwas Größeren von „Buzzle old Stars“. Zum Siegerbild durfte dann auch die „Konkurrenz“ antreten. - Fotos: Rutzen

Lauenbrück - Von Hannelore Rutzen. „Essi“, Esperanza Freude-Quade, flitzt in ihrem goldenen Kleid am Ufer des Wiesensees in Lauenbrück hin und her, feuert an, moderiert und muntert die illustren Mannschaften lautstark auf. Das Lauenbrücker Fischerstechen ist am Sonnabend in vollem Gang.

Das Team der Dorfgemeinschaft Lauenbrück (DGL) hatte bereits zum sechsten Mal zu dieser außergewöhnlichen Attraktion eingeladen. Esperanza Freude-Quade, die Vorsitzende der DGL, sagte: „Jedes Mal freue ich mich auf das Fischerstechen und bin gespannt, wer sich beteiligen und wie das Wetter wird, kommen die Zuschauer? Klar ist vieles zu bedenken, wir machen das aber gern. Ich danke schon jetzt dem Team, das uns als DGL unterstützte, vor allem dem Schiedsrichter Stefan Stünkel, der die ganze Zeit über im Wasser stand und punktete. Dank allen, die mithalfen, diesen Nachmittag exklusiv zu gestalten.“

Geschicklichkeit, Stehvermögen sowie Mut zu Spaß und Gaudi auf und im Wasser waren bei diesem traditionellen und amüsanten Fischerstechen gefragt. Zum wiederholten Mal organisierte die DGL dieses Treffen der illusteren raubeinigen Liebhaber des nassen Elements. Der Stecher musste auf dem Bug eines Bootes stehen und den Gegner mit einer gepolsterten „Lanze“ gekonnt in den Wiesensee oder das Boot schubsen. Es wurde viele Male spannend, keiner wollte sich die Blöße geben, im kühlen Nass zu landen. Der „Schiri“ Stefan Stünkel – ständig im Wasser stehend – hatte alles im Griff und bepunktete die Mannschaften der Kinder („Fischstäbchen“ und „Flinke Fische“) und der Erwachsenen („Hai-Happen“, „Omahas“, „Buzzle old Stars“ und „Tussi Terrors“).

Einen Minuspunkt gab es, wenn der gegnerische Stecher das Brett mit einem Fuß verließ, zwei Abzugspunkte, wenn er mit beiden Füssen vom Brett abkam und im Boot landete, und drei Punkte, wenn er ins Wasser fiel. „Erbittert“ wurde Schlag um Schlag gefochten. Etwa drei Stunden dauerte das lustige Spektakel mit den spannenden Kämpfen. Die Zuschauer feuerten lautstark die Mannschaften an. Sechs Teams wetteiferten in diesem Jahr um die Pokale. Im vergangenen Jahr waren es noch 14 Mannschaften.

Bei der Siegerehrung herrschte große Freude: Bei den Kindern sicherte sich das Team „Flinke Fische“ den Titel vor „Drei kleine Fischstäbchen“, und bei den Erwachsenen holte sich die Mannschaft „Buzzle old Stars“, die bereits im vergangenen Jahr an den Wettkämpfen teilgenommen hatte, den Siegertitel vor den „Hai Happen“ und den „Omahas“. Auf den vierten Platz kam die Crew von „Tussi Terror“. Der DGL sei Dank, es war ein unterhaltsamer Nachmittag mit viel Spaß und Vergnügen. Nach dem Spektakel lud die „Dorfgemeinschaft“ ein, den Abend gemütlich mit einer Zeltdisco und DJ Aart ausklingen zu lassen.

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