Samtgemeinde Fintel erwirbt Immobilie als Anlaufpunkt für Flüchtlinge

Ein Haus der Begegnung

Der Vorstand des Vereins „Helfen in der Samtgemeinde Fintel“ mit Tobias Krüger (v.l.), Manfred Kröger, Sabine Wilkens und Rüdiger Bruns freut sich über das neue Domizil.

Lauenbrück - Von Lars Warnecke. Die Samtgemeinde Fintel hat zur Unterbringung ihrer Flüchtlinge ein Wohngebäude direkt neben dem Rathaus in Lauenbrück erworben. Das wäre nicht weiter der Rede wert, handelte es sich bei der Immobilie an der Berliner Straße 7 nicht zugleich auch um eine neue Begegnungsstätte für die Asylsuchenden und ehrenamtlichen Helfern.

Angebote rund um die Flüchtlingsbetreuung will die Verwaltung in den im Erdgeschoss befindlichen Räumlichkeiten vorhalten, während im Dachgeschoss weitere Wohnräume geschaffen werden sollen. Damit das Projekt gelingt, arbeiten die Verantwortlichen aus dem Rathaus nicht alleine. Gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein „Helfen in der Samtgemeinde Fintel“ und weiteren zahlreichen Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsbetreuung sollen verschiedene Angebote umgesetzt werden.

Schon ab der kommenden Woche soll die Immobilie in bester Ortslage ihrem Zweck als Anlaufpunkt für Flüchtlinge wie auch für Einheimische gerecht werden: In regelmäßigen Sprechstunden (immer donnerstags von 16 bis 18 Uhr) können in persönlichen Gesprächen mit den Neubürgern schulische und berufliche Fähigkeiten erfasst werden. Auf diese Weise solle eine Grundlage für die Vermittlung in Praktika, Ausbildungen und Berufe geschaffen werden, erläutert Hans-Jürgen Schnellrieder vom beteiligten Helfer-Verein. „Überhaupt wollen wir uns künftig auch als zentraler Ansprechpartner für regionale Firmen anbieten, die Interesse haben, Flüchtlinge zu beschäftigen oder sich zu diesem Thema informieren wollen“, so der Finteler. Hierzu, ergänzt er, sei in Zusammenarbeit mit dem Finteler Unternehmernetzwerk (FUN) und der Samtgemeinde eine Informationsveranstaltung für regionale Unternehmer in Vorbereitung.

Doch nicht nur die Vermittlung in den Arbeitsmarkt ist das Ziel der Beteiligten, wie Samtgemeindebürgermeister Tobias Krüger erklärt. „Wir können bei der Beratung unserer Flüchtlinge nun auf noch mehr Individualität setzen.“ Und das dank des Samtgemeinderates, ohne dessen Entscheidung, die finanziellen Mittel für das Gebäude zur Verfügung zu stellen, das Projekt so nicht denkbar gewesen sei, betont der Verwaltungschef.

In Kürze soll ebenso ein offener WLan-Hotspot zur Verfügung stehen. Derzeit werden noch Ehrenamtliche gesucht, die regelmäßige Angebote wie beispielsweise ein wöchentliches Internetcafé oder Workshops für Flüchtlinge organisieren möchten. Auch für Treffen der Ehrenamtlichen soll das Gebäude zur Verfügung stehen.

Nähere Informationen sind bei der Samtgemeinde Fintel unter 04267 / 930046 erhältlich.

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