Teilsanierung des Freibads

Halbe Million für das Bad im Wiesengrund

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Kein Zugang: Das Finteler Freibad befindet sich noch im Winterschlaf.

Fintel - Von Hannes Ujen. Bei ihrer jüngsten Sitzung befassten sich die Mitglieder des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses der Gemeinde Fintel unter Vorsitz von Claus Aselmann (CDU) mit der dringend notwendigen Sanierung des Freibads.

Bürgermeister Wilfried Behrens (SPD) erläuterte dem Gremium die Sachlage anhand seiner als Arbeitsgrundlage dienenden schriftlichen Betrachtung: So sei das 1974 in Betrieb genommene „Bad im Wiesengrund“ im Laufe der Jahre immer wieder durch diverse Maßnahmen verändert und verbessert worden. Trotz des Rekords von 60 000 Personen im vergangenen Jahr sei die laufende Substanzerhaltung für die Gemeinde äußerst kostspielig und durch die Eintrittsgelder allein überhaupt nicht zu finanzieren.

In einem Gutachten von 2016 wurde ein Sanierungsbedarf in Höhe von drei Millionen Euro für das Finteler Freibad ermittelt, vergleichbar mit einem Neubau. Abzüglich finanzieller Förderung durch den Bund und Zuschuss durch den Landkreis verbleibt demnach ein Eigenanteil für die Gemeinde in Höhe von 1,46 Millionen Euro. „Im Gemeinderat im vergangenen August war man mehrheitlich der Meinung, dass diese Maßnahme aus finanzieller Sicht nicht umsetzbar ist“, so Wilfried Behrens. „Eine Schließung des Bades, so eine große Mehrheit im Rat und in der Bevölkerung, ist aber nicht gewollt.“ 

Für das Freibad besteht glücklicherweise Bestandsschutz und so konnte die beauftragte Planungsgesellschaft Hildesheim (PGH) ein schlüssiges Konzept vorlegen, das sich am aktuellen Sanierungsbedarf orientiert und die schrittweise Erneuerung je nach Bedarf vorsieht. Das Ziel ist dabei zunächst, die gesetzlichen Anforderungen an die Wasserqualität und den Unfallschutz zu erfüllen. „Die Verwaltung schlägt eine Teilsanierung vor, mit Verbesserung der Wasseraufbereitung und damit der Wasserqualität sowie die Automatisierung der Beckenhydraulik“, so der Bürgermeister. „Die Kosten für beide Maßnahmen belaufen sich auf 480 000 Euro. Eine anteilige Förderung von 96 000 Euro durch den Landkreis ist möglich, wenn wir den entsprechenden Antrag bis zum 15. März abgeben.“

In der Diskussionsrunde waren sich Steffen Florin (CDU) und Werner Kahlke (SPD) einig, dass man „die Sache jetzt wegen des Landkreis-Zuschusses schnell angehen müsse“. Auch ihre Bauausschuss-Kollegen Claus Aselmann (CDU), Heiner Hagemann (CDU), Aziz Cacan (SPD) und Sabine Stöver (SPD) stimmten für eine entsprechende Beschlussempfehlung an den Gemeinderat. Gabriele Schnellrieder (Die Grünen) bemängelte das „Fehlen eines Risikozuschlags und die mangende Überprüfbarkeit des Projekts“ und stimmte dagegen.

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