Große Pläne, große Zustimmung 

Finteler Gemeinderat bringt Seniorenheim auf den Weg

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Die Gemeinde Fintel verfolgt die Seniorenheimpläne an der Freudenthalstraße weiter.

Fintel - Von Jennifer Kräge. Die Pläne sind groß, die Zustimmung ebenfalls. Unabdingbar und unerwartet kostspielig gestalten sich einige Projekte, die sich die Gemeinde Fintel auf die Fahne geschrieben hat.

Ob neues Pflege- und Seniorenheim, ob Freibadsanierung oder Kindergartenerweiterung – es waren zukunftsweisende Themen, die während der jüngsten Ratssitzung Diskussionsgrundlage bildeten.

Kommt das Pflege- und Seniorenheim an der Freudenthalstraße oder kommt es nicht? Dem Vorhaben, angeschoben von dem Finteler Holger Bonas und Ende Juni dem Rat vorgestellt, wurde bereits einige Kritik entgegengebracht. Zum einen, so heißt es, könnte es Lärmprobleme durch die Nähe zum Sportplatz geben, zum anderen Probleme durch Lärm landwirtschaftlicher Fahrzeuge. Auch die Naturschutzbehörde hat Bedenken, denn der Bau könnte zu nah an die Ruschwede gehen. In der Debatte um die Errichtung einer solchen Einrichtung herrscht im Rat jedoch Einigkeit, auch wenn es bessere Standorte hätte geben können.

„Besser kann es uns gar nicht gehen“, bemerkte SPD-Fraktionsvorsitzender Werner Kahlke. „Das Heim liegt im Ort, es gibt Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten.“ Dem wollte Claus Aselmann (CDU nicht widersprechen. Auch Gabriele Schnellrieder (Grüne) schloss sich ihren Vorrednern an: „Wir brauchen unbedingt ein Pflege- und Seniorenheim.“ So konnte der Beratung und der Beschlussvorlage über die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes geschlossen zugestimmt werden.

Freibad wird Politik weiterhin beschäftigen

Eine außerplanmäßige Ausgabe für den Finteler Haushalt ergibt sich durch den Kauf eines Grundstückes, das direkt an den Kindergarten und Sportplatz angrenzt. Nachdem das Areal unbenutzt ist, hat die Gemeinde in Erwägung gezogen, es zu erwerben. Das Grundstück erstreckt sich über 1 350 Quadratmeter und könnte eventuell in Zukunft als Erweiterung für das Kindergartengelände sowie den dazugehörigen Spielplatz dienen. Welches Vorhaben zu diesem Grundstück tatsächlich durchgesetzt wird, soll an anderer Stelle besprochen werden.

Für den Moment gilt nur die Tatsache, dass es in den Haushalt außerplanmäßig mit einberechnet werden muss – dem wurde mit überwiegender Mehrheit zugestimmt.

Das Thema, worüber sich die Gemeinde in Zukunft wohl am meisten den Kopf zerbrechen wird, ist die Sanierung des Finteler Freibades. Das, so Bürgermeister Wilfried Behrens (SPD), sei „längst nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik – zwar funktioniert die Technik ohne Probleme, aber mittlerweile gibt es neue Standards und Kriterien, die es gilt zu erfüllen“. Nicht nur die Technik müsse erneuert werden, sondern auch das Schwimmbecken, das trotz Wartung Spuren des jahrelangen Gebrauchs aufzeige, so Behrens weiter.

Nach einem angelegten Gutachten folgte der Schock – die Sanierung des Freibades beläuft sich nach ersten Schätzungen auf eine Summe von fast drei Millionen Euro. Wie will die Gemeinde dieses Geld zusammentragen?

Behrens erklärte dazu, „dass das Schwimmbad in spätestens drei bis fünf Jahren saniert werden muss. Es wird ein Förderantrag an die Gesamtregion gestellt und auch der Landkreis fördert Sportstätten.“

Die beachtliche Summe von fast drei Millionen Euro kann damit dennoch nicht erreicht werden. Wie es weitergeht und ob die Sanierung wie gewollt umgesetzt werden kann, wird fortan und weiterhin Thema im Gemeinderat sein.

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