Samtgemeindebürgermeister Michael Niestädt nimmt bei Feierstunde Abschied

„Glück auf, ich habe fertig!“

Samtgemeinderatsvorsitzender Rüdiger Bruns (r.) dankte dem weithin bekannten und geschätzten Beamten Michael Niestädt für dessen Verdienste. - Fotos: Warnecke

Lauenbrück - Von Lars Warnecke. Die Rednerliste war kurz. Sehr kurz. Gerade einmal Rüdiger Bruns, Vorsitzender des Samtgemeinderates, und der Protagonist selbst ergriffen im großen Saal des Lauenbrücker Rathauses das Wort. Nach achtjähriger Amtszeit als oberster Mann der Samtgemeinde Fintel trat Michael Niestädt am Freitag von der Bühne ab. Ganz verabschieden müssen sich die zwischen Fintau und Eurostrand lebenden Bürger von ihrem Bürgermeister aber nicht.

Er wolle nun erst einmal die Beine hochlegen, erklärte Niestädt vor den mehr als 70 geladenden Gästen, darunter Ratspolitiker, Verwaltungsmitarbeiter, Ehrenamtler, Bürgermeisterkollegen und Landrat Hermann Luttmann (CDU). „Das passt mit der Fußball-Europameisterschaft ja auch ganz gut.“ Welcher Beschäftigung er anschließend nachgehen werde, müsse er sich noch überlegen – nur eines stünde schon fest: „Ab Juli werde ich mich als Fahrer hinter das Lenkrad unseres Bürgerbusses setzen.“ Ein Erfolgsmodell, konstatierte der scheidende Verwaltungschef, würde das Gefährt hinsichtlich der dezentral untergebrachten Flüchtlinge doch „gute Dienste erweisen“.

Dass die Redebeiträge derart überschaubar ausfielen – nach nur einer halben Stunde war der offizielle Teil abgehakt, sei sein ausdrücklicher Wunsch gewesen, so Niestädt.

Und so lag es am Ratsvorsitzenden, in aller Kürze die Verdienste des Samtgemeindebürgermeisters, der am Donnerstag nächster Woche von Noch-Baumamtsleiter Tobias Krüger abgelöst wird, zu würdigen. „Du bist nicht umsonst vom Finteler Kindergarten zum Ehren-Vintloh-Zwerg ernannt worden“, bemerkte Rüdiger Bruns mit Blick auf sein vornehmliches Engagement im Kinderbetreuungsbereich. Stets mit seinem Namen verbunden bleiben würden dessen Bemühungen, die Betreuungsangebote an den örtlichen Schulen und Kindergärten auszudehnen.

Vorgetan habe sich Niestädt zudem im Umgang mit der Flüchtlingssituation. „Du hast frühzeitzig versucht, die Integration anzuschieben – wohlwissend, dass Integration neben aller Unterstützung von den Migranten selbst geleistet werden muss.“

Niestädt knüpfte in seiner Abschiedsrede direkt an Bruns‘ Worte an: Sämtliche Aufgabenbereiche der Samtgemeinde hätten immer wieder neu beackert werden müssen, darunter der Ausbau der Kläranlage, die planerische Begleitung von Windkraftanlagen, das Feuerwehrwesen und eine Verbesserung des Nahverkehrs. Besonders hob er die drei eigenen Schulen hervor, die nicht nur für gute Bildungsarbeit stünden, sondern mit dem Landkino, den Theatergruppen und Chören ein kleines Kulturzentrum in der Samtgemeinde geschaffen hätten.

Sein Resümee: Die Zusammenarbeit zwischen und mit der Kommunalpolitik sei stets von einem guten Arbeitsklima gekennzeichnet gewesen. „Ich wünsche uns allen, dass das auch in Zukunft so bleibt, immerhin ist es unser Erfolgsrezept.“ Und fast schon beiläufig schließt er mit den Worten: „Glück auf, ich habe fertig!“

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