Ein geschickter Schachzug

Gemeinde Lauenbrück will Sparkassenimmobilie als neues Gemeinschaftshaus nutzen

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Ende März ist Schluss: Die Sparkasse Scheeßel zieht ihre Mitarbeiter aus ihrer Filiale in Lauenbrück ab. Der SB-Bereich bleibt erhalten, aus der Immobilie soll ein Gemeinschaftshaus für ortsansässige Vereine und Organisationen werden.

Lauenbrück - Von Lars Warnecke. Noch gehen die Kunden hier ein und aus, weht die rot-weiße Flagge über dem Haus, stehen die Mitarbeiter hinterm Schalter. In gut neun Wochen ist es damit aber vorbei.

Die Sparkasse Scheeßel macht ihre Filiale an der Lauenbrücker Bahnhofstraße dicht; Geldautomat, Kontoauszugdrucker und Überweisungsautomat bleiben aber auch nach dem 29. März an gewohnter Stelle stehen. Und noch etwas dürfte die Bürger freuen: Eine Nachnutzung der Immobilie ist bereits unter Dach und Fach – und die kommt einem geschickten Schachzug gleich.

Jochen Intelmann, SPD-Bürgermeister von Lauenbrück, ist zufrieden. Zufrieden mit dem, was der Rat in jüngster Sitzung da angeschoben hat. So ist es niemand Geringeres als die Gemeinde selbst, die das Gebäude mit der Hausnummer 36 erwerben will – oder besser erwerben muss. Schließlich bleibt der Kommune wenig Spielraum. 

Denn mit der regen Bautätigkeit, die in der kleinen Gemeinde herrscht, sei laut dem Verwaltungschef auch die Nachfrage nach Kindergartenplätzen explosionsartig in die Höhe geschnellt. So sehr, dass selbst die Löwenburg – erst Ende 2016 durch einen Krippenanbau erweitert – den Bedarf nicht decken kann.

Hin zum Ganztagskindergarten

Von der „Alten Post“, nur wenige Meter vom Sparkassengebäude entfernt, ganz zu schweigen. Bis heute wird das von den örtlichen Vereinen und Organisationen mitgenutzte Gemeinschaftshaus vormittags von Kindergartenkindern besucht. „Das reicht aber nicht aus“, befindet die Samtgemeinde als Träger. Stattdessen soll die Betreuungseinrichtung auf ihren Wunsch hin zum Ganztagskindergarten umgewidmet werden. 

„Da kommt uns die demnächst frei werdende Sparkassenimmobilie gelegen“, sagt Intelmann. Das heißt: Ab April soll das Gebäude als neues Lauenbrücker Gemeinschaftshaus zur Verfügung stehen, die aktuellen Nutzer der „Alten Post“ würden derzeit von der Gemeinde schriftlich informiert, sagt der Bürgermeister. 

Er jedenfalls sei froh darüber, dass nach Vereinbarung mit der Sparkasse die SB-Zone auch weiterhin Bestand haben wird. Daran soll sich nach Auskunft des Kreditinstitutes auch nichts ändern. Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres zur Jahresmitte, soll nach Auskunft des Bürgermeisters die „Alte Post“ dann zum Ganztagskindergarten erweitert werden.

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