Generalversammlung bei der Finteler Energiegenossenschaft

Kommt Bürger-Windkraftanlage?

Projektleiter Horst Mangels ist zuversichtlich, den Bau der Windkraftanlage bei Lauenbrück-Stell realisieren zu können.
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Projektleiter Horst Mangels ist zuversichtlich, den Bau der Windkraftanlage bei Lauenbrück-Stell realisieren zu können.

Vahlde - Zur Generalversammlung der Finteler Energiegenossenschaft (FEG) begrüßte der Vorstandsvorsitzende Hermann von der Wehl rund 50 Mitglieder im Gasthof Leuenroth in Vahlde:

„Insgesamt verzeichnet unsere Genossenschaft ein ruhiges Jahr, unsere Photovoltaik-Anlagen (PV) funktionierten durchweg einwandfrei, lediglich in Vahlde waren sieben Module nicht funktionstüchtig. Wir konnten dieses Problem jedoch lösen.“

Die Bilanz der FEG weist zum Jahresende 2013 ein Anlagevermögen von 328459 Euro auf. Zusammen mit dem Kassenbestand von 99580 Euro sowie Bankguthaben und weiterem Umlaufvermögen ergibt das eine Gesamt-Aktiva über 433670 Euro. Die Umsatzerlöse von rund 43420 Euro ergeben sich aus den Photovoltaik-Anlagen auf dem DGH Vahlde, der Freudenthalschule Fintel, Ostermeyer Fintel, der Turnhalle Lauenbrück und dem Feuerwehrgerätehaus in Fintel. Die Gesamt-Passiva beträgt 433670 Euro, zusammengesetzt aus 197613 Euro Eigenkapital, Rückstellungen über 5760 Euro und Verbindlichkeiten von 230297 Euro.

Die Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 ergibt einen Jahresüberschuss von 6895 Euro. Von den anwesenden Mitgliedern erfolgte das jeweils einstimmige Votum mit Zustimmung zum Jahresabschluss sowie Entlastungen des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Klaus Schöler stellte schließlich die Projektgruppe „Windkraft“ vor, in der er zusammen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Jens Rogge, Holger Bonas und Erwin Spang arbeitet. Aufgabe der Gruppe war es, die Grundlagen für ein Engagement der FEG im Windenergiebereich zu diskutieren und dem Vorstand Handlungsempfehlungen zu unterbreiten. Als mögliche Projektmodelle stehen Eigenentwicklung, Planung und Bau mit einem Generalunternehmer oder Fondsbeteiligung zur Debatte.

Andreas von Fintel, der sich eingehend mit der finanziellen Machbarkeit zum Bau einer eigenen Windkraftanlage der FEG befasste, konstatierte: „Im Bereich der PV verzeichnen wir einen gewissen Stillstand, auch wegen der bevorstehenden Änderungen des Erneuerbaren Energie Gesetzes. Deshalb wäre es sinnvoll, wenn wir uns breiter aufstellen und neben der PV auch die Windkraft nutzen würden. Es wäre doch toll, wenn wir eine echt hundertprozentige Bürger-Windkraftanlage auf die Beine stellen würden.“ Aus seinen sowie den Ausführungen und Berechnungen des Projektleiters Horst Mangels von der Firma Energie 3000 gingen durchweg positive Aspekte hervor, die für den Bau der Anlage sprechen. Dazu Mangels: „Ich bin als grüner Spinner bekannt, aber die Eigeninitiative der FEG begeistert mich ungemein. Der Bebauungsplan für die Windkraftanlage steht bereits und wir könnten schon Mitte des Jahres mit der Baugenehmigung rechnen.“

Vorgesehen ist eine Enercon E-53 Windkraftanlage mit 800 Kilowatt (Kosten 1,05 Millionen Euro plus) und einem dreiblättrigen Rotor mit einem Durchmesser von 52,9 Metern. Variable Drehzahlen von elf bis 29 Umdrehungen pro Minute können eine Jahresleistung von 1,3 Gigabyte-Stunden generieren. Als Standort ist eine Freifläche auf der Feldmark in der Nähe der Kreisstraße 232 in der Gemarkung Lauenbrück-Stell vorgesehen. hu

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