Gemeinderat stellt Buslinie 4870 auf den Prüfstand / „Enttäuschendes Ergebnis“

Zu wenig Fahrgäste

Fintel - Die im März vergangenen Jahres an den Start gegangene Buslinie 4870 von Fintel über Königsmoor und Otter nach Tostedt hat viele Freunde. Dennoch bleiben die Fahrgastzahlen weit hinter den Erwartungen der Prognosen zurück.

Waren es anfangs nur fünf, sind es inzwischen neun Personen, die die drei Morgenbusse nutzen. Nach Ansicht des Finteler Gemeinderates immer noch viel zu wenig. Nach Ansicht des Gremiums müssten es mindestens 20 Fahrgäste sein, damit sich die Linie überhaupt lohnt. „Ein enttäuschendes Ergebnis“, konstatierte Wilfried Behrens (SPD) in der Ratssitzung. „Damals wurde dazu extra eine Umfrage gestartet, die zuversichtlich machte.“ Samtgemeindebürgermeister Michael Niestädt informierte, dass der Landkreis bereits signalisiert habe, aufgrund der bisherigen Entwicklung auszusteigen. Der Landkreis müsse ein neues Konzept erarbeiten, das Mitte 2017 fertig und 2019 umgestellt sein soll. Dabei würden alle freiwilligen Verkehrsleistungen, einschließlich der Disco-Busse, auf ihre Tragfähigkeit und Finanzierung überprüft, so der Verwaltungs-chef.

Er selbst wolle den Vorschlag machen, die Linie um ein Jahr zu verlängern, um so mit dem Landkreis im Gespräch zu bleiben. „Es ist doch so: Wenn einmal etwas abgeschafft wird, ist es vom Fenster weg und kommt nicht wieder“, meinte Niestädt. „Daraus ergeben sich Konsequenzen, beim Landkreis den Antrag auf Verlängerung der Probephase zu stellen und die Bereitschaft zu erwirken, die finanziellen Zuschüsse auf allen Ebenen mitzutragen.“

Ebenso informierte der Samtgemeindebürgermeister über das auf die Zukunft gerichtete Entwicklungskonzept „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ der Gesundregion. Fintel hat für dieses Jahr zwei Projekte angemeldet – zum einen die Schaffung eines innerörtlichen Erlebnisbiotops am Heimathaus sowie eine Aufwertung des Friedhofs zu einer Begegnungsstätte und zu einer parkähnlichen Anlage. „Die endgültigen Entscheidungen und Zusagen dazu müssen abgewartet werden“, erklärte Niestädt.

Die Ratsmitglieder stimmten zu, das Dach des Schwimmbadgebäudes an ein Unternehmen zur Installation einer Solaranlage zu vermieten.

hr

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