Statt chemischer Keule

Gemeinde Fintel geht neue Wege im Kampf gegen Unkraut

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Gemeindearbeiter Dietmar Falke demonstriert das Heißwassergerät, mit dem er Unkräuter auf Pflasterflächen bekämpft. 

Fintel - Die Reinigung von Wegen und Plätzen ist für Städte und Gemeinden mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Der ständige Kampf mit dem Unkraut steht dabei im Mittelpunkt. Alternative Technik ist hier gefragt, nicht erst seit dem Verbot von Herbiziden. Die Gemeinde Fintel geht einen neuen, leiseren und umweltfreundlichen Weg – und hat dafür ein Heißwassergerät zur Unkrautbekämpfung erworben.

Unkraut vergeht nicht? Doch, sagen Bürgermeister Wilfried Behrens (SPD) und Dietmar Falke. Der Gemeindearbeiter zeigt, wie es geht und sprüht heißes Wasser auf die Fugen des Kopfsteinpflasters. „Wir dürfen und können es nicht mehr verantworten, dass wir öffentliche Wege und Bereiche, wie Fahr- und Gehwege, Plätze und Bauten, mit chemischen Mitteln bekämpfen“, sagt Behrens. Die Heißwasseranwendung sei seinen Worten nach die einzige chemiefreie und zudem geräuscharme Methode, die die Wurzeln des Unkrauts erreicht. 

Das Prinzip der thermischen Wildkrautvernichtung beruht auf einer Grundregel, die der Verwaltungschef erläutert: „Die meisten Eiweiße denaturieren ab einer Temperatur von 42 Grad Celsius.“ Das heiße Wasser aus der Sprühlanze bewirkt aufgrund der Wärmeleitfähigkeit und der Tiefenwirkung, dass die Eiweiße ihre Funktion nicht mehr erfüllen können. „Selbst wenn die Wurzeln nicht sofort komplett vernichtet werden, wird das Wildkraut bei jeder Anwendung geschwächt.“ Er ist überzeugt: „Die Anschaffung des Gerätes lohnt sich.“ 

hr

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