Anwohnerin plädiert für mehr Glasfaser

Funkmast in Fintel sorgt für Kritik

Erwin Weseloh und Bianca Dittmer stehen am Ortsrand von Fintel.
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Erwin Weseloh und Bianca Dittmer stehen am Ortsrand von Fintel, einige hundert Meter weiter soll der bisher nur angedachte Funkturm entstehen.

In Fintel soll auf einem Grundstück in der Nähe des Eurostrands ein neuer Funkmast gebaut werden, um Funklöcher weiter zu beseitigen. Doch das Vorhaben gefällt nicht jedem.

Fintel – Ende des vergangenen Jahres kam das Thema während einer Ratssitzung auf: Die Telekom wird in der Nähe des Eurostrands einen weiteren Funkmast aufstellen. Die Gemeinde und die Telekom waren im Rahmen der Aktion „Wir jagen Funklöcher“, die schon 2019 von der Telekom gestartet und 2020 verlängert wurde, miteinander in Kontakt getreten. Die Gemeinde hatte daraufhin damals ein entsprechendes Grundstück ausfindig gemacht, das in der Nähe des Eurostrands liegt. Doch nicht alle sind von dem Vorhaben begeistert.

Schon damals meldete sich Anwohnerin Bianca Dittmer zu Wort und sprach seitdem immer mal wieder bei der Gemeinde vor. Dittmer ist Krankenschwester und Geopathologin. Sie sieht den Aufbau eines Masts durch eine mögliche Strahlenbelastung kritisch. „Ich habe entsprechende Informationen auch an die Ratsmitglieder versandt“, erklärte Dittmer vor Kurzem. Leider habe sie wenig Resonanz auf diese Informationen erhalten. Mit ihren Zweifeln und Sorgen sieht sie sich unter anderem von der Initiative „Diagnose Funk“ bestätigt, die über die „Nebenwirkungen der mobilen Kommunikation und Risiken durch Elektrosmog“ aufklären möchte, heißt es auf deren Internetseite.

Nun hatte Dittmer sich mit Ratsmitglied Erwin Weseloh vor Ort getroffen, um unter anderem noch einmal den Abstand zwischen dem vorgesehenen Grundstück und der Wohnbebauung in Augenschein zu nehmen. „Ich überlege, eine Bürgerinitiative zu gründen, habe in der Sache aber noch nichts beschlossen“, so Dittmer.

Grundsätzlich plädiert sie dafür, Anwohner mit mehr Glasfaseranschlüssen zu versorgen und eben weniger Funkmasten aufzustellen. Wenn es denn zwingend zum Funkmast käme, wäre ihr ein größerer Abstand zur Wohnbebauung wichtig. Dies werde auch von den entsprechenden Fachleuten so empfohlen. „Hier wurde teilweise bereits Glasfaser verlegt“, sagt Weseloh. Er selber, gibt er zu, sei etwas zwiegespalten – in diversen Gesprächen sei deutlich geworden, dass die Beseitigung der Funklöcher auf eine positive Resonanz stößt. Allerdings verstehe er eben auch die Sorge vor möglichen gesundheitlichen Nachteilen.

„Ich hatte schon einmal mit Bürgermeister Wilfried Behrens besprochen, dass wir eine Informationsveranstaltung zum Thema organisieren sollten“, so Weseloh. Er wisse allerdings nicht, ob die Gemeinde bereits einen Bauantrag in der Sache gestellt habe.

Behrens betont auf Nachfrage, dass er gerne bereit ist, sich zum Thema auszutauschen. Vor Ort gebe es aktuell nach wie vor Funklöcher. Die Baugenehmigung für den Mast sei beantragt, er gehe davon aus, dass dieser Prozess zum Jahresende abgeschlossen sei. Erst dann werde es konkreter. Der Landkreis gab auf Nachfrage an, dass diesbezüglich noch kein Antrag vorliege.

Die Telekom ihrerseits zeigt sich ebenfalls bereit, Auskunft zu geben: Einen Mietvertrag zwischen der Gemeinde und dem Unternehmen gebe es bislang noch nicht. Dieser werde erst verhandelt und gegebenenfalls unterzeichnet, wenn die Planung für den Standort vorliege. „Aktuell haben wir allerdings stark begrenzte Kapazitäten bei unseren Auftragsnehmern“, erklärte eine Sprecherin. Vor diesem Hintergrund würden sich der Bau und die Inbetriebnahme weit nach hinten des kommenden Jahres verschieben. Ursprünglich war das zu Jahresmitte vorgesehen.

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