Finteler Ausschuss berät Umgestaltung / Platz für 30 Urnen auf Gemeinschaftsgrab

Friedhof wird zur Stätte der Begegnung

Aziz Cacan (l.) und Wilfried Behrens zeigen den überarbeiteten Friedhofsplan. - Foto: Rutzen

Fintel - Schon seit längerer Zeit beschäftigt sich die Gemeinde Fintel mit einer gefälligeren Gestaltung des örtlichen Friedhofs. Der Friedhofsausschuss der Gemeinde und sein Vorsitzender Aziz Cacan möchten ihn so verändern, dass er künftig nicht nur ein Ort der Trauer und Erinnerung bleibt und somit ein wenig trist und langweilig, sondern eine Stätte der Begegnung, des Verweilens und der Erholung ist. Man wünscht sich eine parkähnliche Anlage in gepflegter Atmosphäre.

Schon mehrere Male kamen die Mitglieder des Ausschusses zu diesem Thema zusammen und gaben ihre Vorstellungen an den Verwaltungsausschuss der Samtgemeinde weiter. Dieser aber bemängelte immer wieder, dass Ideen noch nicht genügend konkret formuliert seien.

Die Folge: Die Ausschussmitglieder haben sich erneut getroffen und vor allem Vorschläge zur Gestaltung der Fläche für die halbanonymen Gräber beraten.

Sie haben entschieden, die vorgesehene vier mal vier Meter große Fläche des Gemeinschaftsgrabs zu bepflanzen. Darauf können bis zu 30 Urnen beigesetzt werden. Eine rechteckige gestaltete Stele wird aufgestellt und daran einheitlich vorgefertigte Tafeln mit den Namen der Verstorbenen angebracht. Die Kosten der Tafeln und deren Beschriftung tragen die Angehörigen.

Die Stele sollte, wie es Dietmar Röhrs, Heiner Hagemann und Ute Seiler vorschlugen, eine Höhe von etwa 1,60 Meter haben. Sie erhält eine Umpflasterung mit Zugängen für die Ablage von Gebinden.

Ein Gedenkstein, der zu den 86 anonymen Gräbern gehört, sollte eventuell umgesetzt und die Gehwegplatten zu den Freudenthal-Gräbern durch eine Pflasterung ersetzt werden.

Die Ausschussmitglieder besprachen außerdem Ergänzungen, Teil-Neufassungen der Friedhofssatzung und Änderungen in der Friedhofsordnung. All diese konkreten Vorschläge wird der Friedhofsausschuss erneut dem Verwaltungsausschuss der Samtgemeinde vorlegen.

Bürgermeister Wilfried Behrens (SPD) bot an, relativ zeitnah Kostenvoranschläge einzuholen. Er sagte: „In diesem Jahr gab es in unserem Ort eine Reihe Sterbefälle, sodass das Thema an Bedeutung gewinnt“.

Von Hannelore Rutzen

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