Finteler Gemeinderat beschließt Haushaltsplan

Freibad ist „große Unsicherheit“

Ob und wie oft im Finteler Freibad dieses Jahr geschwommen werden kann, ist unklar – somit auch die Höhe der Einnahmen. Foto: Goldstein

Fintel – Der Haushalt der Gemeinde Fintel ist durch. Der Gemeinderat hatte dem Zahlenwerk in seiner vergangenen Sitzung zugestimmt. Zwei Gegenstimmen von Gabriele Schnellrieder (Die Grünen) und Erwin Weseloh gab es allerdings.

Die Gruppe der Grünen und Erwin Weseloh hatte einen Antrag gestellt, dass der Haushalt erneut in den Ausschüssen beraten wird hinsichtlich der zu erwartenden Einflüsse des Lockdowns. Den Kommunen drohten Steuereinbrüche. Daher sehe es die Gruppe als notwendig an, dass die einzelnen Ausschüsse alle Maßnahmen und Ausgaben unter die Lupe nehmen. Der Antrag wurde abgelehnt. Weiter darüber zu beraten sei „nicht empfehlenswert“, hatte Samtgemeinde-Kämmerer Friedhelm Indorf zuvor zu bedenken gegeben. Denn eigentlich hätte die Kommunalaufsicht den verabschiedeten Haushalt schon längst erwartet. „Eine Corona-Komponente“, so Indorf, sei zudem schon eingearbeitet.

Der Finanzplan, der ein Volumen von rund drei Millionen Euro habe, sehe bei einem Großteil der Sachausgaben Einsparungen um zehn Prozent vor. Insgesamt seien aber für dieses Jahr wenig Einflüsse durch Corona zu erwarten. „Die Jahre 2021 und 2022 werden spannend“, meinte Indorf hinsichtlich der zu erwartenden Einbrüche der Steuereinnahmen. Das würden viele Kommunen spüren, glaubt er. Unterm Strich bleibe 2020 ein Defizit in Höhe von 268 000 Euro, so Indorf.

Eine „ganz große Unsicherheit“ im Haushalt der Gemeinde Fintel sei das Freibad. Denn einerseits seien die Personalkosten durch die zweite Kraft gestiegen, andererseits ließen sich noch keine verlässlichen Angaben zu den Einnahmen machen. Im Plan sind 70 000 Euro veranschlagt, doch da die Freizeiteinrichtung derzeit geschlossen ist und es noch kein Datum für die Öffnung gibt, wisse niemand, ob diese Zahl erreicht wird. Bleibt das Bad geschlossen, würden allerdings auch die veranschlagten Betriebskosten geringer ausfallen. Einsparungen würden zudem bei den Personalausgaben durch Kurzarbeit gemacht. Was die Wiederaufnahme des Betriebs betrifft, hofft Bürgermeister Wilfried Behrens, dass das zumindest noch für einen Teil des Sommers möglich sein wird. Derzeit sei die Gemeinde dabei, mögliche Optionen zu prüfen. Denn bei allen Überlegungen müsse auch eingerechnet werden, ob sich der Betrieb gegenüber den zu erwartenden Einnahmen lohne.

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