Frauenfrühstück in Lauenbrück: Rege Diskussion beim Vortrag „Rund um die Pflege“ der Diakonie-Sozialstation

„Es kann jeden jederzeit treffen“

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Helga Schröder (Mitte) freute sich mit Cirsten Möller-Bassen (l.) und Marianne Kuhn über eine gelungene Veranstaltung.

Lauenbrück - „Das Thema Pflege ist zwar sehr komplex, man soll sich aber nicht davor verschließen, denn es kann wirklich jederzeit jeden treffen“, war sich das Vorbereitungsteam des 14. Frauenfrühstücks der Kirchengemeinde Lauenbrück einig und lud daher zu einem Vortrag in das Gemeindehaus der Martin-Luther-Kirche ein.

Als fachkundige Expertinnen von der Diakonie-Sozialstation Scheeßel-Fintel standen die Geschäftsführerin Marianne Kuhn sowie die Pflegedienstleiterin Cirsten Möller-Bassen den rund 40 Teilnehmerinnen für Fragen rund um die Pflege Rede und Auskunft.

Kuhn stellte den Gästen zunächst die Einrichtung mit ihren vielfältigen Betreuungsangeboten vor. Sie zeigte die stetige Entwicklung von den Anfängen 1992 mit fünf Kräften bis heute auf, wo sich 45 Mitarbeiter um 200 Patienten, 40 Tagesgäste und 170 Beratungskunden kümmern würden. Zu allen Bereichen der Pflege gab dann Pflegedienstleiterin Bassen Auskünfte. Die 1995 eingeführte Pflegeversicherung stehe jedem Bürger zu und beinhalte einen Leistungsanspruch je nach Grad der Hilfebedürftigkeit, sagte sie. Die Einstufung in die verschiedenen Pflegestufen erfolge derzeit in die Stufen 0 bis 3+, ab 2017 gäbe es eine Neueinstufung von 0 bis 5. Während momentan die Pflege nach Minuten zugrunde gelegt würde, erfolge die Einstufung künftig nach dem Grad der Selbständigkeit und dem gesamtheitlichen Eindruck; nach sechs festgelegten Kriterien würde dann ein Punktewert ermittelt.

Sinnvoll sei es, eine Woche eine Art Pflegetagebuch zu führen, in dem man ganz genau alle Verrichtungen dokumentiere. „Handeln Sie vorausschauend. Überlegen Sie bitte auch, solange Sie noch fit sind, ob eine Pflege in Ihrem Zuhause überhaupt möglich ist. Ist alles barrierefrei, wer kümmert sich um den Garten, wer putzt und kauft ein, habe ich eine Betreuungsvollmacht? Schauen Sie sich auch unverbindlich Heime an und machen Sie sich rechtzeitig ein Bild“, insistierte die Expertin.

Die zusätzlichen Informationen von Cirsten Möller-Bassen über besondere Zuschüsse wie beispielsweise für Verhinderungspflege, Pflegemittel oder Kurzzeitpflege sorgten unter den Anwesenden ebenfalls für großes Interesse.

uj

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