Freie Fahrt

Flotte Fertigstellung trotz Widrigkeiten: Wümmebrücke in Lauenbrück ist wieder für den Verkehr freigegeben

Kurz vor der Brückenfreigabe (v.l.): Robert Spieker (Baufirma), Katrin Alpers (Landkreis), Uwe Ehlbeck (Baufirma), Andreas Kuhs (Landkreis) und der Erste Kreisrat Torsten Lühring.
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Kurz vor der Brückenfreigabe (v.l.): Robert Spieker (Baufirma), Katrin Alpers (Landkreis), Uwe Ehlbeck (Baufirma), Andreas Kuhs (Landkreis) und der Erste Kreisrat Torsten Lühring.

Lauenbrück – Seit Freitagmorgen rollt er wieder, der Straßenverkehr über die Wümmebrücke im Zuge der K212 in Lauenbrück. Das komplett neuerrichtete Bauwerk konnte im Beisein der Projektbeteiligten für den Autoverkehr freigegeben werden. „Und das acht Wochen vor der geplanten Fertigstellung“, stellte Erster Kreisrat Torsten Lühring erfreut fest. Ein ganzes Jahr habe die Maßnahme inklusive dem Abriss demnach nicht gedauert. „Und wenn man bedenkt, dass im Zuge der Arbeiten noch einige Widrigkeiten aufgetreten sind, können wir mit dem Ablauf des Projekts sehr zufrieden sein.“

Vor welchen Herausforderungen man konkret zwischenzeitlich gestanden habe, erklärte Projektleiter Andreas Kuhs vom Landkreis: Demnach hätten sich die Rückbauarbeiten aufwendiger gestaltet als eigentlich vorgesehen – „wegen nicht zum tatsächlichen Zustand passenden Bestandsunterlagen und den im Untergrund verbliebenen Holzfragmenten“. Im Zuge dieser Arbeiten seien unerwartet unbekannte Flüssigkeiten aus dem Untergrund getreten, die sich nach sofortiger Untersuchung als wassergefährdende Substanzen herausgestellt hätten. „Dies bedeutete für uns einen immensen Mehraufwand bezüglich der Grundwasserbehandlung“, so Kuhs.

Mehrkosten

Um so eine Gefährdung der Wümme und damit des Naturschutzgebietes ausschließen zu können, habe der Kreis rund 300 000 Euro mehr in die Hand nehmen müssen. Ferner habe sich das Einbringen der Spundbohlen für die Tiefgründung aufgrund des verdichteten Baugrundzustandes durch die vorherigen Bauwerke als schwierig dargestellt. Und: „Als Folge de schlechten Wetterperiode im Winterhalbjahr standen wir wegen eines erhöhten Grundwasserstands und dem erhöhten Wasserpegel der Wümme ebenfalls vor einer großen Herausforderung.“ So hätte man in spezielle Grundwasserhaltungsmaßnahmen, die einen Ausgleich zum Ziel hatten, nochmals rund 85 000 Euro investieren müssen.

„Es ist eben ein Projekt, wie man es nicht jeden Tag hat“, befand Lühring denn auch folgerichtig. „Wir nehmen den Regen heute jedenfalls gerne in Kauf, wenn man dafür den Bürgern deutlich vor der Zeit die Widrigkeiten und Umwege in Zukunft ersparen kann und in Lauenbrück wieder freie Fahrt herrscht.“

Der 15 Meter lange und sieben Meter breite Ersatzneubau, welcher die alte, nicht mehr in vollem Umfang tragfähige Einfeld-Brücke ablöst, war im Laufe der vergangenen Monate in Fertigteilbauweise errichtet worden. „Während die Teile in einem Betonwerk nahe Bielefeld hergestellt worden sind, haben wir hier vor Ort gleichzeitig die Unterbauten gemacht“, erklärt Andreas Kuhs. „Das hat natürlich zu einer hohen Zeitersparnis geführt.“Insgesamt rund 1,4 Millionen Euro seien in die Ende vergangenen Jahres gestarteten Maßnahme geflossen – bei einer Förderung durch das Land in Höhe von 60 Prozent.

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