„In den Drohn“ passt nicht ganz

Planungsausschuss klärt Namensfrage für den Hauptweg im Baugebiet

Vom Osterberg aus Fintel kommend wird es eine neue Straße in Richtung Baugebiet geben, und diese soll nun „Am Großen Feld“ statt „In den Drohn“ heißen.
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Vom Osterberg aus Fintel kommend wird es eine neue Straße in Richtung Baugebiet geben, und diese soll nun „Am Großen Feld“ statt „In den Drohn“ heißen.

Fintel – Fintel wächst weiter. Das Baugebiet „In den Drohn“ ist von vielen Seiten gut sichtbar, mit Hochdruck wird dort gearbeitet. Schon im Herbst sollen die ersten Häuser gebaut werden. Während der jüngsten Sitzung des Umwelt-, Bau- und Planungsausschuss diskutierten die Mitglieder des Gremiums über die Namensgebung der nun entstehenden neuen Wege und Straßen.

Anschließend wurden die entsprechenden Empfehlungen an den Gemeinderat formuliert. Die Diskussion um die Straßennamen war schon auf der vergangenen Ratssitzung in den Fokus geraten. Denn der Finteler Bürger Harry Lürssen, der sich um die Geschichte des Orts kümmert, hatte darauf aufmerksam gemacht, dass die zunächst vorgeschlagene Namensgebung „In den Drohn“ als Bezeichnung für den Hauptweg historisch nicht ganz stimmig sei.

Daher wurde das Thema noch während der Ratssitzung in den Planungsausschuss verwiesen. Und dort wurde nun über die Angelegenheit diskutiert. Direkt einig war man sich, dass die Straße im nördlichen Bereich „Draunweg“ heißen soll, im westlichen Bereich wurde „Immenbogen“ als Name empfohlen. Für die Benennung des Hauptweges wurde jedoch als neue Alternative „Am Großen Feld“ vorgeschlagen. Während Sabine Stöver (SPD) darauf hinwies, dass die später einmal dort lebenden Familien möglicherweise wenig Interesse an der Historie der Straßennamen haben könnten, befand Sabrina Zimmer (SPD), dass der Name „Am Großen Feld“ sich doch sehr schön anhöre. Das empfanden offensichtlich auch die weiteren Mitglieder des Gremiums, denn dem Vorschlag wurde mehrheitlich zugestimmt.

Anschließend erinnerte Gabriele Schnellrieder (Gruppe B90/Grünen/Erwin Weseloh) an einen Antrag, den ihre Gruppierung in der vergangenen Ratssitzung eingebracht hatte.

Dieser sieht vor, dass ein adressenloser Weg ebenfalls benannt werden könnte. Das könne im Zuge der Namensgebung für das Neubaugebiet geschehen. Im Antrag wird der Weg genannt, der unmittelbar hinter der Eisdiele verläuft, der demnach „Vags-Claus-Weg“ heißen soll. Der Name soll an Fintels gestorbenen Altbürgermeister Claus Riebesehl erinnern. „Das ist ein Weg und soll auch einer bleiben, da braucht man keinen Straßennamen“, argumentierte Heiner Hagemann (CDU) klar gegen diese Idee. Auch weitere Ausschussmitglieder sprachen sich gegen den Vorschlag aus.

Am Ende der Diskussion schlug Claus Aselmann (CDU) als Ausschussvorsitzender vor, man könne ja an der Stelle ein Erinnerungsschild aufstellen lassen, den Weg aber eben nicht benennen.

Dem Vorschlag schloss sich das Gremium mehrheitlich an, allerdings galt es noch einen weiteren Aspekt rund um das Neubaugebiet zu klären: Denn durch die Schaffung des Neubaugebiets kam es zu umfangreichen Baumfällungen.

Der Landkreis hat der Gemeinde in diesem Zusammenhang die Aufgabe gestellt, Ersatzpflanzungen vorzunehmen. „Wir müssen für jeden gefällten Baum fünf neue pflanzen“, berichtete Bürgermeister Wilfried Behrens (SPD). Nun gilt es zu klären, wo diese stehen sollen. In Richtung Osterloh gebe es zwei Feldwege, an denen die Gemeinde schon im vergangenen Jahr Blühstreifen angelegt habe.

Die Fläche stünde zur Verfügung, führte Behrens aus. Es sei ein Vorschlag der Verwaltung, einen Teil der Bäume an diesen Weg zu pflanzen. Er erklärte weiterhin, dass die Ausgleichsmaßnahmen, die direkt am Bauplatz vorgenommen werden, später von den neuen Eigenheimbesitzern gepflegt werden müssen. „Insgesamt sind es 300 Bäume, die wir pflanzen müssen“, so der Bürgermeister.

Hagemann sprach sich gegen die vorgeschlagene Fläche aus, denn das sei zum Nachteil der dort arbeitenden Landwirte. „Wollen wir das den Bauern noch schwerer machen? Die haben es doch schon schwer genug“, gab er zu bedenken. Auch andere Stimmen wurden laut, die den vorgeschlagenen Ort kritisch bewerteten.

Aselmann schlug auch hier wieder einen Kompromiss vor. Man könne doch die Entscheidung vertagen und zunächst einmal eine gemeinsame Fahrradtour organisieren, um sich die Fläche vor Ort noch einmal genau anzusehen.

Der Idee schloss sich das Gremium an. Daher werden die Ausgleichspflanzungen wohl auf der nächsten Sitzung erneut auf der Agenda stehen.

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