Mit „Jolinchen“ im Ernährungszug 

Fit und gesund durch die Kita-Zeit in Fintel

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Der Drache Jolinchen zeigt mit seinem Ernährungszug den Kindern in den kommenden drei Jahren den richtigen Weg in den Bereichen Ernährung und Bewegung auf.

Fintel - Von Jennifer Kräge. Jedes fünfte Kind in Deutschland ist Untersuchungen zufolge übergewichtig, Tendenz steigend. Zu wenig Bewegung und eine ungesunde Ernährung sind meistens die Ursachen. Der Finteler Kindergarten Vintloh-Zwerge möchte darum schon im frühkindlichen Alter gegensteuern und startet in diesen Tagen mit dem Ernährungsprojekt „Jolinchen Kids“. Jolinchen – ein kleiner Drache, der die Kinder auf dem Weg zu richtiger Ernährung und Bewegung begleitet. Drei Jahre soll den Kindern, Erziehern und Eltern vermittelt werden, wie sie gesund leben können.

Allgegenwärtige und gerade schon in jungen Jahren wichtige Themen sind eine ausgewogene Ernährung und Bewegung. Aus diesem Grund hat sich das Kindergarten-Team Gedanken über ein passendes Projekt gemacht, wie den Kleinen von Anfang an erklärt werden kann, sich richtig zu ernähren und zu bewegen, um ein gesundes Leben zu führen. „Jolinchen Kids“ ist es geworden – ein Projekt der AOK, das über drei Jahre Module wie Ernährung, Bewegung, Erzieher-Gesundheit sowie Elternpartizipation behandelt. „Die Elternpartizipation ist ein Bereich des Projekts“, sagt Kindergartenleiterin Simone Langer. „Hierzu soll es Fortbildungen, Bewegungsmodule für Eltern oder auch einen Kochabend geben.“ Ein weiterer Bereich nennt sich „Fit und gesund im Job“ und zielt ab auf die Gesundheit des Erziehungspersonals. Dabei gehe es neben gesunder Ernährung und Bewegung vor allem um die richtige Haltung. Im Vorfeld haben alle Mitarbeiter eine zweitägige Fortbildung absolviert, um fit für das Projekt zu sein.

Hauptsächlich soll den Kindern gezeigt werden, gesund und ausgewogen durch den Alltag zu gehen. Simone Langer beschreibt, wo beim Thema Ernährung angesetzt werden soll: „Es beginnt damit, dass wir den Kindern vermitteln möchten, wie ein gesundes Frühstück aussieht und dass sie erkennen, wie sie sich richtig ernähren. Auf spielerische Weise wollen wir sie so auf den richtigen Weg führen“. Mit der Zubereitung des Mittagessens durch die Kinderkombüse sei der Kindergarten mehr als zufrieden, „denn die Kombüse achtet bereits sehr darauf, die Mahlzeiten vielfältig und ausgewogen zu gestalten“, sagt die Kita-Leiterin.

Bausteinezug mit Lebensmitteln gefüllt

Für das bessere Verständnis gibt es zur Veranschaulichung über gesunde und ungesunde Lebensmittel einen sogenannten Bausteinezug, der mit entsprechenden Lebensmitteln gefüllt wird. Zwei rote Waggons beinhalten ungesunde Lebensmittel, ein gelber gesunde Lebensmittel, die aber nicht nur zu ausgewogener Ernährung beitragen sowie drei grüne Waggons, die den gesündesten Teil darstellen. Einen weiteren wichtigen Bereich der Ernährung stellt das Trinken dar – die Kinder sollen lernen, wie wichtig Trinken ist, aber auch welche Getränke die richtigen sind. „Das Projekt stellt keine Ernährungserziehung dar, vielmehr ist es Ernährungsbildung“, so Langer.

Damit Ernährungssünden ausgeglichen werden können und um fit im Alltag zu sein, kommt es auf das richtige Maß der Bewegung an. Auch dabei soll der Zug helfen – die grünen Waggons greifen bewegte Freizeit, Alltagsbewegung sowie freies Spiel auf, der gelbe Waggon bezieht sich auf gezielte Sportangebote, zum Beispiel Ballett oder Fußball, und die roten Waggons stehen für einen Bewegungsblocker wie dem Fernseher.

Ebenerdige Trampolins angeschafft

Eine Aktivität, die bisher allen Kindern gefallen hat, ist das Hüpfen. Eine Hüpfmatte, die ihren Dienst bereits seit Längerem getan hat, musste entsorgt werden. „Etwas Langlebiges musste her und so sind wir nach Überlegungen auf das Projekt des ebenerdigen Trampolins gekommen“, sagt Langer. Um das Projekt realisieren zu können, gibt es eine Spendenaktion in Kooperation mit der Volksbank, an der sich jeder beteiligen kann.

Das Hauptziel des Projektes sei es, „Eltern, Kinder und Erzieherinnen für eine ausgewogene Ernährung ebenso wie für viel Bewegung zu motivieren“, fügt die Leiterin abschließend hinzu. „Die Kinder sollen emotional stark gemacht, das soziale Miteinander in der Kita gefördert und Prozesse sowie Strukturen in der Kita und zuhause angestoßen und etabliert werden.“

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