Das Finteler „Bad im Wiesengrund“ in unserer Sommer-Serie im Test

Der Charme der 70er

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Die Sprungtürme versprühen im knalligen Orange den Charme der 70er Jahre.

Fintel - Von Inken Quebe. Am Schützenweg in Fintel liegt das „Bad im Wiesengrund“ und lockt vom 1. Mai bis zum 15. September die Einheimischen zum Baden. Insgesamt ist das Bad schon etwas in die Jahre gekommen – bis auf die Toiletten. Die desinfizieren sich sogar selbst.

Liegefläche: Für Sonnenanbeter bietet das „Bad im Wiesengrund“ viel Platz und macht damit seinem Namen alle Ehre: Es ist viel Wiese vorhanden. An diesem Tag – es ist zwar sonnig, aber zwischendurch bewölkt – sind nicht sehr viele Gäste da und demnach könnten noch einige Handtücher Platz finden. Das ist sicher anders, wenn es richtig heiß ist. Ein paar Bäume spenden Schatten. Note: 1

Der Bäder-Test:

Beekebad in Scheeßel

Freibad Bothel

Bruchwiesenbad Hemslingen

Ronolulu Rotenburg

Vissel-Bad

Finteler „Bad im Wiesengrund“

Freibad Sottrum

Sport und Spaß: Wer bei den passenden Freibad-Temperaturen nicht einfach nur im Wasser planschen möchte, der kann sich in Fintel auch sportlich betätigen: Es gibt ein Beachvolleyball-Feld, Tischtennisplatten und einen Basketball-Korb. Wer Bahnen ziehen möchte, kann von einem der sechs Startblöcke ins kühle Nass springen. Darüber hinaus wartet das Freibad gleich mit drei Sprungtürmen auf, die im knalligen Orange, das auch in anderen Teilen des Bades vorkommt, ein wenig den Charme der 70er Jahre versprühen: Ein-Meter-Türme gibt es gleich in zwei Ausführungen. Wem das nicht reicht, der kann sich aus drei Metern ins Wasser stürzen. Für die kleinen Gäste gibt es viele Spielutensilien, Schaukeln, zwei Rutschen ins Wasser und einen Sandkasten. Das Angebot könnte noch ein kleines Fußball-Feld ergänzen. Note: 2

Kiosk: Das Angebot reicht von diversen Eissorten über Süßigkeiten und Getränke bis hin zu warmen Speisen wie Pommes, die an dem kleinen Büdchen in direkter Nähe zum Becken zubereitet werden. Dadurch haben Eltern die Möglichkeit, die Kinder im Wasser im Auge zu behalten und gleichzeitig am Tisch in Ruhe einen Imbiss einzunehmen. Interessant: Wer sich etwas beim Kiosk holen will, muss dafür nicht einmal das Freibad besuchen. Es gibt auch ein Fenster vom Parkplatz aus. Die Preise sind zum großen Teil auch in Ordnung: Ein Kaktus-Eis gibt es für 90 Cent, eine Cola für 1,50 Euro plus Pfand, eine Pommes mit Mayo oder Ketchup kostet zwei Euro. Note: 2

Umkleiden und Toiletten: Insgesamt gilt auch für diesen Bereich, dass das Inventar schon etwas in die Jahre gekommen ist. Nichtsdestotrotz ist es nicht kaputt und sauber. Ein kleiner Höhepunkt: Die sanierten Toiletten mit dem sich selbst reinigenden Sitz. Sicher eine kluge Anschaffung, wenn es warm ist und sich viele Bakterien ausbreiten. Das gibt dem Gast ein sicheres Gefühl. Note: 2+

Schwimmbecken: Es gibt ein Becken, das aber in zwei Bereiche abgetrennt ist. So haben die Nichtschwimmer ihren eigenen Bereich. Dort ist das Wasser 80 Zentimeter tief, an den Sprungtürmen 3,60 Meter. Außerdem gibt es ein flaches Becken für die Kleinsten. Note: 2-

Preis/Leistung: Insgesamt macht das „Bad im Wiesengrund“ einen ordentlichen und sauberen Eindruck, auch wenn das Becken nicht besonders groß ist. Dafür gibt es darüber hinaus viele weitere Beschäftigungsmöglichkeiten. Erwachsene zahlen drei Euro Eintritt, dafür gibt es aber sogar einen Schlüssel für Schließfächer dazu. Gesamtnote: 2

Das Freibad in Fintel (Schützenweg, 27389 Fintel, Telefon 04265/1513) hat in der Zeit vom 1. Mai bis 15. September seine Tore geöffnet. An Wochentagen von 10 bis 20 Uhr sowie dienstags und donnerstags bereits ab 6 Uhr eine Stunde lang. Am Wochenende ist das Bad von 9 bis 19 Uhr offen.

Angebote: täglich Schwimmkurse, diverse DLRG Kurse (Kraulkurse Jugenschwimmabzeichen, Juniorretter), großes Zeltlager mit Nachtbaden im Sommer, Badepartys und vieles mehr.

Unsere Serie: Sommerferien heißt Badezeit, deshalb präsentieren wir eine Woche lang die Schwimmgelegenheiten im Südkreis. Der Weg führte uns nach Rotenburg, Sottrum, Fintel, Scheeßel, Visselhövede, Hemslingen und Bothel. Wir haben zum Beispiel die Liegefläche, das Sportangebot und den Kiosk getestet und Schulnoten von 1 bis 6 für die jeweilige Kategorie vergeben. Lohnt sich der Eintritt im Verhältnis zur Leistung? Und wie steht es um die Sauberkeit in der Umkleide und auf der Toilette?

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