Auch die Bürger sind gefragt

Samtgemeinde und ihre Mitglieder wollen Synergien schaffen

Tobias Krüger (M.) steht mit Henrike Hoppe und Sven Maier vor dem Rathaus der Samtgemeinde Fintel.
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Tobias Krüger (M.) hat den Prozess mit den Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden initiiert. Unterstützung bekommen die Beteiligten von Henrike Hoppe und Sven Maier.

Die Samtgemeinde Fintel und die Mitgliedsgemeinden Fintel, Helvesiek, Lauenbrück, Vahlde und Stemmen wollen mit „WiSuM“ die Kommune voran bringen.

Lauenbrück – Die Samtgemeinde Fintel und ihre Mitgliedsgemeinden – das sind Fintel, Helvesiek, Lauenbrück, Stemmen und Vahlde – wollen sich gemeinsam weiterentwickeln. Und das geschieht im Rahmen eines Prozesses, der im vergangenen Jahr unter dem Namen „WiSuM“ angestoßen worden ist. „Die ,Weiterentwicklung in der Samtgemeinde Fintel und ihrer Mitgliedsgemeinden‘ (WiSuM) ist auch deshalb entstanden, weil die Bürgermeister der Gemeinden die Initiative dazu ergriffen haben“, berichtet nun Samtgemeindebürgermeister Tobias Krüger.

Gemeinsam mit Henrike Hoppe und Sven Maier, beide Fachbereichsleiter, gibt Krüger einen Überblick zum Projekt. Alle drei arbeiten eng zusammen, „ebenso wie alle anderen, die sich an ,WiSuM‘ beteiligen“, betonen sie.

Im September vergangenen Jahres gab es eine Auftaktveranstaltung, seitdem wurde bereits einiges angestoßen und in Bewegung gebracht. Im Kern geht es um fünf detaillierte Projekte. Diese sollen zum einen die Zusammenarbeit zwischen der hauptamtlichen Samtgemeindeverwaltung und den ehrenamtlichen Bürgermeistern der Gemeinden verbessern. Zum anderen wollen die Initiatoren sowohl die haupt-, als auch die ehrenamtliche Mitarbeit in der Verwaltung attraktiver gestalten. „Wir wollen für das Engagement der Anwohner in den Gemeinden werben“ so Krüger.

Samtgemeindeverwaltung in Fintel sieht sich als Dienstleisterin

Personalpolitik soll weiterentwickelt werden, aber auch die Effizienz der Arbeit. Sven Maier kann das konkretisieren: „Bislang haben wir zum Beispiel mehrere Bauhöfe, die mit unterschiedlichen Geräten ausgestattet sind, das könnte man besser organisieren“, so der Verwaltungsfachmann, der aktuell den Bereich Bauen und Finanzen in der Samtgemeindeverwaltung leitet. „Schnittstellen und gemeinsame Prozesse spielen da eine wichtige Rolle“, so Maier. Die Samtgemeindeverwaltung sieht sich dabei als Dienstleisterin der anderen Gemeinden und will die eigene Dienstleistungsqualität weiter verbessern. „Wichtig in dem Projekt ist auch, dass es darum geht, parteiübergreifend und sachorientiert zusammenzuarbeiten“, so Krüger.

In den vergangenen Jahren sei das Ehrenamt des Bürgermeisters immer anspruchsvoller geworden – auch das sei ein Grund, um Veränderungen anzugehen. „Das Ehrenamt besteht dabei nicht nur aus repräsentativen Aufgaben, sondern es werden auch viele Verwaltungsaufgaben übernommen“, erklärt Krüger.

Die Verantwortung, die damit einhergeht, nimmt zu – beispielsweise im Bereich des Datenschutzes, aber auch bei der Personalverantwortung. „Wir wollen unsere ehrenamtlichen Bürgermeister hier in Zukunft stärker unterstützen“, führt der Noch-Bürgermeister aus. Zur nächsten Wahlperiode, also im Herbst, gibt er sein Amt ab. Sven Maier ist ein Kandidat für die Nachfolge. „Wenn Corona das zulässt, wollen wir noch vorher eine Art Hybrid-Veranstaltung organisieren, um unser Projekt vorzustellen“, so die drei.

Perspektivisch wollen wir, dass die Bürger die Verbesserungen und die bessere Effizienz auch im Geldbeutel spüren.

Tobias Krüger

In dem gesamten Prozess sind aber noch weitere Personen beteiligt. Denn die einzelnen Vorschläge werden den Ortsräten vorgelegt. „Wir wollen niemanden etwas vorschreiben. Auch die Gemeinden selbst sehen Verbesserungsbedarf und kommen damit auf uns zu“, so Hoppe. Den Unterpunkt „Strategische Ziele“, zum Beispiel in Bezug auf den Klimaschutz und den ÖPNV, wollen die „WiSuM“-Initiatoren mit den Bürgern gemeinsam entwickeln. „Wir wollten schon jetzt eine Umfrage starten, doch aufgrund der Pandemie mussten wir das nochmal verschieben“, erklärt Krüger.

Punkte wie zum Beispiel die Ausweisung von Gewerbeflächen und Wohnbauflächen oder eben auch die Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs sollen mit den Anwohnern besprochen werden. „Perspektivisch wollen wir, dass die Bürger die Verbesserungen und die bessere Effizienz auch im Geldbeutel spüren“, so Krüger weiter.

Die Samtgemeinde sieht sich als Dienstleisterin für die Mitgliedsgemeinden. Die Zusammenarbeit soll aber optimiert werden.

Hoppe weist darauf hin, dass der Prozess auch dann noch fortgesetzt werden soll, wenn der Endbericht vorgelegt worden ist. Die Zusammenarbeit aller Gemeinden zu verbessern sei eine Idee, die im Grunde täglich gelebt werden könne. „Auch wenn wir im Moment mehr im Hintergrund als in der großen Öffentlichkeit arbeiten, können sich alle Anwohner schon jetzt jederzeit bei uns melden und auch konkrete Vorschläge machen“, betonen die drei. „Ebenso wollen wir uns schon jetzt bei allen bedanken, die schon mitgemacht haben“, fügen sie an.

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