Serie „Mein Buch und ich“

Fintel: Eine Autorin startet nochmal durch

Rosemarie Gürtler präsentiert ihr Buch.
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Mehr als 300 Seiten umfasst das Romandebüt von Rosemarie Gürtler.

Ein Buch schreiben wollte Rosemarie Gürtler aus Fintel schon immer. Mit 75 Jahren ist nun das erste Buch erschienen. Und die nächsten beiden liegen schon bereit.

Fintel – Rosemarie Gürtler wollte schon als Kind Bücher schreiben. „Seit meiner Schulzeit hatte ich schon immer den Wunsch danach“, berichtet die 75-Jährige rückblickend. Doch sie kam nicht so recht dazu: Sie lernte einen Beruf und wurde Köchin, sie lernte ihren Mann kennen, bekam zwei Kinder. „Seit 57 Jahren sind wir verheiratet“, erzählen die beiden und sehen dabei aus wie frisch verliebt. Einige Umzüge kamen hinzu, die Familie zog unter anderem aus Bremen nach Fintel. Und wieder war keine Zeit, um ein Buch zu schreiben.

Doch der Drang dazu, der blieb. „Und dann hatte ich schlaflose Nächte, so wie viele ältere Menschen das schon mal haben“, erzählt sie. So kam es dann doch, dass die im Grunde frisch gebackene Autorin endlich dazu kam, ihr Buch zu schreiben. Vier Monate saß sie, immer nachts, an ihrem ersten Werk. Geschrieben hat sie auf einem Tablet, mit dem „Ein-Finger-System“. Unter dem Titel „Das Experiment der Galaxie-Wächter – Die Erde“ ist so ein über 300 Seiten starker Roman entstanden, der sich ein wenig nach einem Fantasy-Roman anhört. Doch die Einordnung in ein literarisches Genre würde zu kurz greifen – denn das Buch beinhaltet zugleich eine Liebesgeschichte. Damit nicht genug, es nimmt den Leser zudem mit auf Ausflüge nach Bremen und Bremerhaven und enthält außerdem Rezepte, die zum Kochen und Backen einladen.

Als großes Oberthema behandelt das Buch allerdings die Klimakrise und die Gefahren, denen unser Planet ausgesetzt ist. „Ich mache mir Sorgen um die Erde, das bewegt mich sehr“, gibt Gürtler zu. Sie sei sich nicht sicher, wie viele Generationen das Leben, so wie wir es kennen, noch erleben werden. „Die Klimakrise, das ist nicht nur ein Thema für die Jugendlichen“, berichtet sie mit Blick auf die Fridays-For-Future-Bewegung. „Auch wir Älteren sehen die Probleme“, schildert sie weiter. Gerade erst habe sie einen Bericht gehört, nach dem in China ein Flugzeug mit Atombomben bestückt worden sei.

Auch die zunehmende Cyberkriminalität findet sie beunruhigend, auch wenn die Erfindung des Internets ja durchaus positiv sei. „Der Erhalt des Friedens, der liegt mir am Herzen. Und da sehe ich die Gefahren“, so Gürtler weiterhin. Aufgrund dieser Gedanken hatte sie zunächst vor, eben ein Buch zu schreiben, in dem es „nur“ um die Erde geht. Doch nachdem sie die beiden Figuren Anna und Otto kreiert hatte, nahm die Geschichte einen etwas anderen Verlauf: „Otto kommt als Beobachter von den Planeten Sidonossa nach Bremen. Er wurde von den Galaxie-Wächtern beauftragt, das Leben der Menschen auf der Erde hautnah zu erforschen“, schildert sie. Dort verliebt er sich aber in Anna und so entwickelt sich eine gewissen Eigendynamik.

Und diese Dynamik lässt die Autorin nun ganz nachhaltig nicht mehr los: „Auch der zweite und dritte Band sind schon fertig geschrieben, die beiden Folgen müssen nur noch verlegt werden“, gibt sie schmunzelnd zu – offensichtlich hat sich das nächtliche Schreiben zu einer Art Leidenschaft weiterentwickelt, zur Freunde der Leser natürlich. Zu kaufen ist das erste Buch der kreativen Fintelerin in jeder Buchhandlung und übers Internet.

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