Fintauschüler spenden Erlös aus Weihnachtsaktion an Mädchen aus Nicaragua

Paten sammeln für Maria

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Jörg Wohlberg (l.) mit den Schülern der Klasse 10aR.

Lauenbrück - Da griffen die Schüler, Lehrkräfte und Angestellten der Lauenbrücker Fintauschule beherzt zu: Schon im November konnten sie Grußkarten erwerben, die in der Vorweihnachtszeit von der Klasse 10aR zusammen mit Schokoladenweihnachtsmännern für 1,60 Euro verteilt verteilt wurden. Die kleinen Aufmerksamkeiten fanden reißenden Absatz und unterstützen über die Hilfsorganisation Plan International die 15-jährige Maria aus Nicaragua.

Insgesamt 419 Weihnachtsmänner wechselten den Besitzer. „Dadurch erwirtschafteten wir einen Gewinn von 267 Euro – Rekord!“, stellt Klassenlehrer und Initiator Jörg Wohlberg erfreut fest. Gemeinsam mit seinen Schützlingen hatte er die Verkaufsaktion bereits zum dritten Mal durchgeführt. Und wie in den Vorjahren, soll auch dieses Mal der Betrag dazu verwendet werden, die schuleigene Patenschaft über die Hilfsorganisation mit dem Mädchen aus Nicaragua zu finanzieren. Wohlberg erklärt: „Maria lebt mit ihrer Familie in ärmlichen Verhältnissen in einem kleinen Dorf im Verwaltungsbezirk Chontales, das von Problemen gekennzeichnet ist wie unter anderem einer hohen Kindersterblichkeitsrate, durch die Umstände begünstigte Missbrauchs- und Misshandlungsfälle und einer geringen Chance auf Arbeit aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage.“ Mit der Spende sieht der Pädagoge nicht zuletzt auch einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Lage geleistet.

Persönlich kennen gelernt haben die Fintauschüler das Mädchen noch nicht. „Aber es hat einige Male schriftlichen Kontakt zwischen der 10aR und Maria gegeben, in dem sie uns von ihrem Leben berichtete“, so Wohlberg. Allerdings müsse immer sehr lange auf Antwort gewartet werden, da der Briefverkehr in der Regel mehrere Monate dauert.

Im Sommer nun werden sich die engagierten Zehntklässler mit ihren Abschlüssen von der Fintauschule verabschieden. „Der große Einsatz aller Jugendlichen für das gesamte Projekt war über all die Jahre immer wieder eine große Freude“, lässt Wohlberg wissen.

Er werde sich im kommenden Schuljahr nach einer fortführenden Klasse umsehen müssen, „denn aufgeben möchten wir dieses Projekt auf keinen Fall“.

lw

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