Finja Wetter betreut Grundschüler an der Friedrich-Freudenthal-Schule in Fintel

Allzweckwaffe, Bindeglied und Glücksfall

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Finja Wetter kann sich gut vorstellen, später was mit Kindern zu machen.

Fintel - Von Ulla Heyne. „Du, Frau Wetter…?“ An diese Anrede hat Finja Wetter sich längst gewöhnt, und das nicht etwa an der Kasse im Supermarkt, sondern in der Friedrich-Freudenthal-Schule in Fintel. Hier absolviert die 18-Jährige ein freiwilliges soziales Jahr als „Bufdi“.

Für die ehemalige Eichenschülerin, die nach diesem Jahr ihr Fachabitur in der Hand hält, ist die Zeit an der Grundschule ein Testballon. Nach einem Praktikum in diesem Bereich könnte sie sich aber gut vorstellen, später „was mit Kids“ zu machen.

Zu denen hat sie ein gutes Verhältnis: Als Bindeglied zwischen Lehrern und Schülern, aber auch als Respektperson – und das nicht nur, weil die Kinder sie von Anfang an mit dem Nachnamen angeredet haben. „Am Anfang war das komisch, aber man gewöhnt sich schnell daran“, sagt.

Für die Schule ist sie Glücksfall und „Allzweckwaffe“ zugleich: Von der Hilfe im Sekretariat – an drei Tagen unterstützt sie bei der Büroarbeit, kümmert sich um Post, Telefon, Ablage und Organisation –, über Pausenaufsicht und das gemeinsame Essen mit zehn Schülern bis hin zur Hausaufgabenbetreuung und Unterstützung von Kindern mit Migrationshintergrund.

„Toll, dass mir so viel anvertraut wird“, meint Wetter. Außerdem darf sie ihre Theater-Erfahrungen an der Eichenschule demnächst bei der Leitung einer Theater-AG weitergeben.

Doch nicht nur für die Grundschüler ist die junge Frau Ansprechpartner, etwa, wenn es in der Ganztagsbetreuung beispielsweise darum geht, wo ein Schüler hin müsse oder ob er eigentlich Essen bestellt habe. Auch für die Lehrer ist es enorm praktisch, jemanden zu haben, „der den Überblick hat“, wie Kim Holsten aus dem Sekretariat erklärt. Denn da ist nicht immer jemand – wohl aber Finja Wetter. Da ist es meistens der „Bufdi“, der Auskunft geben kann, wenn es heißt: „Wo ist denn die Soundso, ist die krank gemeldet?“ – und das vom Anfang bis zum Ende des langen Schultages.

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