Es soll weitergehen

Gasthof Fintel: Genossenschaft will neuen Pächter finden

Vorerst wieder ohne Pächter ist der Gasthof Fintel. Die Genossenschaft will sich aber auf die Suche nach einem neuen machen.
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Vorerst wieder ohne Pächter ist der Gasthof Fintel. Die Genossenschaft will sich aber auf die Suche nach einem neuen machen.

Fintel – Der Gasthof Fintel, ehemals Gasthof Röhrs, ist zwar geschlossen, doch die Genossenschaft, die den Betrieb verpachtet, will keineswegs den Betrieb der Gaststätte aufgeben. „Wir suchen ganz in Ruhe einen neuen Pächter“, berichtet Steffen Florin, der mit Hans-Hermann Ruschmeyer und Claus Aselmann im Vorstand der Genossenschaft ist, die den Hof verpachtet.

Man wolle nichts überstürzen, auf ein paar Wochen käme es nicht an. „Wir werden jetzt zunächst einmal alle Vertragsangelegenheiten mit Denny Thoms abwickeln, aber dann werden wir einen neuen Pächter suchen“, so Florin. Thoms sei sicher unter erschwerten Bedingen eingestiegen, gibt er zu. Doch an der Idee, den traditionellen Gasthof weiterzubetreiben, will Florin gemeinsam mit seinen Mitstreitern festhalten.

Ende 2019 hatte die Initiativgruppe „Dorfmitte Fintel“ eine Genossenschaft gegründet. Erst im vergangenen Jahr wurde dann der Kaufvertrag mit den früheren Besitzern, Jutta und Herbert Petersen, unterzeichnet. Über 200 Anwohner sind in die Genossenschaft eingetreten, um diesen Teil der Dorfmitte zu erhalten. Der bisherige Pächter hätte es sicher einfacher gehabt, wenn nicht Corona und die damit verbundenen Einschränkungen für die Gastronomie entstanden wären. Der potenzielle neue Pächter wird sein gastronomisches Konzept an die aktuellen Möglichkeiten anpassen müssen.

Allen Vertragspartnern war klar, wie die Kalkulation aussieht. Es konnte aber keiner mit einem so langen Lockdown rechnen.

Denny Thoms

Derweil ist auf Facebook eine Diskussion entbrannt, in der es unter anderem um die Gutscheine geht, die von einigen gekauft wurden, auch um den Pächter zu unterstützen. Ob der angemeldeten Insolvenz äußern sich einige User besorgt. Thoms, der aktuell wegen eines gebrochenen Beins im Krankenhaus liegt, betont, dass er gerne persönlich für Gespräche zur Verfügung steht, sobald er entlassen wird. „Allen Vertragspartnern war klar, wie die Kalkulation aussieht. Es konnte aber keiner mit einem so langen Lockdown rechnen“, so Thoms mit Blick auf die nun entstandene Situation. Ihm und seinem Betrieb hätten eine Kostenreduzierung und Zugeständnisse geholfen, ergänzt er. Durch reine Stundungen wäre er auf Dauer gezwungen, einen Schuldenberg aufzubauen. „Es besteht die Pflicht zum Insolvenzantrag“, sagt er.  jtb

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