Neuanschaffungen dank Förderverein

Finteler Freibad hat wieder geöffnet: „Es ist immerhin ein Anfang“

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Präsentieren stolz die neue, vom Freibad-Förderverein angeschaffte Wasserrutsche: Birka Isenbeck (v.l.) und Mirko Haaser (beide Förderverein), Aufsichtskraft Markus Theilen, Sabine Elter (Förderverein) und Badleiterin Michaela Bosse.

Fintel – Planschen nur mit Abstand, Besuche nur mit Voranmeldung und Warteschlangen vor den Becken: Zahlreiche Freibäder starten im Schatten der Pandemie in die Sommersaison. Seit ein paar Tagen kehren auch die ersten Badegäste ins Finteler Freibad im Wiesengrund zurück – von einem normalen Betrieb könne man aber noch nicht sprechen, so Michaela Bosse. „Es war total schön zu sehen, wie sehr sich unsere Gäste gefreut haben, endlich wieder schwimmen gehen zu können“, berichtet die Badleiterin. „Alle waren sehr dankbar und haben sich bewusst an die Vorschriften gehalten.“

Denn trotz Öffnung sorgt das Coronavirus auch hier für strenge Regeln und Verbote. Überall gelten die Abstandsregelungen und die Anzahl der Einzelumkleide-Kabinen sowie der Umkleideschränke musste um die Hälfte reduziert werden. Sammelumkleiden bleiben komplett geschlossen. Im Duschbereich dürfen sich maximal zwei Personen zeitgleich aufhalten und zur Vermeidung von Aerosolen sind die Warmwasser-Duschen nicht in Betrieb – lediglich kaltes Wasser kommt hier aus dem Hahn. Auch die Haartrockner dürfen nicht benutzt werden.

Doch trotz der Umstände freut sich Bosse über die Öffnung: „Viele behaupten immer, ein Schwimmbad sei nur da, um Schwimmen zu lernen, aber es gehört viel mehr zur täglichen Interaktion.“ Vor allem für ältere Menschen sei Schwimmen ein wichtiger sportlicher Aspekt und viele würden sich hier nach langen Wochen zum ersten Mal wiedersehen.

Rund 100 Gäste, berichtet Bosse, kämen täglich wieder ins Freibad. Das seien zwar noch nicht viele, aber immerhin ein Anfang. Außerdem versuche man, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Im Becken sind Schwimmbadleinen eingezogen, sodass man sich an die vorgegebene Schwimmrichtung halten muss und niemandem in die Quere kommt. Ein Vorteil für jüngere Besucher und Familien ist die Senkung des Eintrittspreises für Kinder. „Da wir aufgrund der Umstände keine Saisonkarten verkaufen dürfen, haben wir den Preis für Kinder von 1,80 Euro auf einen Euro herabgesetzt“, erklärt die Bademeisterin. „Dadurch wollen wir natürlich insbesondere Jüngere wieder motivieren, herzukommen.“ Zwar dürfe man derzeit auch keine Wasserspielzeuge herausgeben, „unsere Gäste können sich aber ruhig eigene mitbringen“.

Insgesamt 170 Besucher – mehr sind gleichzeitig nicht erlaubt. Jeder bekommt dazu am Eingang ein kleines Silikonbändchen, mit dem er sich genau drei Stunden im Bad aufhalten darf. Dadurch, so Bosse, könnten die verschiedenen Timeslots eingehalten werden, nach denen immer eine Zwischenreinigung stattfinden müsse. Ein Reservierungssystem gibt es derweil nicht. „Dafür haben wir einfach zu wenig Personal. Wir hätten keinen, der das betreuen könnte. Gäste, die von weiter her kommen, können wir daher nur raten, früh anzureisen, damit sie bei einem großen Ansturm noch reinkönnen“, so die Leiterin.

Um dem Freibad kostentechnisch unter die Arme zu greifen, hat der Förderverein Freibad Fintel die Silikonarmbänder besorgt. Außerdem haben die Mitglieder bereits eine neue Nestschaukel bestellt und eine komplett neue Wasserrutsche für die kleinen Badegäste angeschafft. Der Verein habe sich vor einem Jahr aus begeisterten Schwimmern und Unterstützern zusammengefunden, erläutert Vorsitzende Birka Isenbeck. Mittlerweile verzeichne er rund 80 Mitglieder und Spenden würden jederzeit gerne angenommen, um das Bad um ein paar neue Attraktionen zu bereichern. Als Nächstes sei ein kompletter Umbau des Planschbeckens geplant, für das demnächst auch noch ein Helferaufruf gestartet werde.

Auch über einen Neuzugang kann sich Michaela Bosse freuen – mit Markus Theilen aus Stade hat das Schwimmbad eine zusätzliche Aufsichtskraft gewonnen. „Die Anlage ist trotz ihres Alters wunderschön“, konstatiert der. „Vor allem das große Becken und die Grünfläche sorgen dafür, dass wir die Vorschriften problemlos einhalten können.“

Markus Theilen achtet auf die Hygienemaßnahmen und desinfiziert gründlich alle Bereiche. Fotos: Detlefsen
Hier geht es nur in eine Richtung: Im Becken sind Schwimmbadleinen eingezogen.

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