90.000 Euro für Sofortmaßnahmen

Erste Hilfe für das Finteler Freibad

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Ein netter Anblick von oben – doch das Finteler Freibad hat Mängel. 

Fintel - Von Hannelore Rutzen. Die Frage, wie es mit dem Finteler Freibad „Am Wiesengrund“ weitergeht, beschäftigt die Gemeinde schon lange. Fakt ist: Die Liste der Mängel ist lang. Dies bestätigt ein in Auftrag gegebenes Gutachten. Fakt ist aber auch: Die Politiker wollen das mehr als 40 Jahre alte Bad unbedingt erhalten wissen. Nur um welchen Preis?

Das Ergebnis der Untersuchung, die im Beisein vieler interessierter Bürger im Bau- und Planungsausschuss vorgestellt wurde, besagt jedenfalls: Die Mängel, wie der Austausch der Filteranlagen oder einzelner Fliesen, könnten auch in mehreren Bauabschnitten beseitigt werden. Diesen Weg müsste die Gemeindeverwaltung ohnehin einschlagen, könnte sie die geschätzten Reparaturkosten von rund 3,4 Millionen Euro („Das käme ja einem Neubau gleich“, meinte eines der Mitglieder) in Zeiten knapper Haushaltsmittel nicht in einem Rutsch aufbringen.

Für Irritation sorgte in der Sitzung der Vorwurf der Grünen-Fraktion, die Politik in Fintel würde sich über die Erkenntnisse von Fachingenieuren hinwegsetzen oder diese gar negieren. Die übrigen Fraktionen wurden jedenfalls nicht müde, sich gegen diese Darstellung zu wehren. Im Gegenteil, man habe sich sehr wohl viele Gedanken gemacht, wie das Bad langfristig erhalten werden könne, betonte Bürgermeister Wilfried Behrens (SPD).

Am Ende legten die Ausschussmitglieder fest, das Bad tatsächlich Stück für Stück renovieren zu lassen. „Derzeit macht beispielsweise das Filtersystem Sorgen“, erklärte Behrens. Auch gebe es Sicherheitsmängel, die beseitigt werden müssen. Immerhin: 90.000 Euro stünden als Erste-Hilfe-Maßnahme zur Verfügung. Demnächst soll ein Konzept erarbeitet werden, in welcher Reihenfolge die Mängel beseitigt werden. Nach der diesjährigen Badesaison soll das Thema noch einmal aufgegriffen werden.

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