Viele Jungwähler in der Samtgemeinde Fintel / CDU behauptet sich als stärkste Kraft

Der erste Gang zur Wahlurne

Claudia Rosebrock ist eine von 4 539 Wählern, die in der Samtgemeinde Fintel ihre Stimme abgaben. ·
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Claudia Rosebrock ist eine von 4 539 Wählern, die in der Samtgemeinde Fintel ihre Stimme abgaben.

Fintel - Von Nina Baucke. Wahlvorsteher Jörg Peters ist zufrieden: 77,43 Prozent aller Wahlberechtigten traten gestern den Gang zur Wahlurne an, 1,43 Prozentpunkte mehr, als bei der Bundestagswahl 2009. „Darunter sind auch viele Jungwähler“, zeigte sich Peters erfreut.

Und wie auch im Bund behauptet sich die CDU in der Samtgemeinde mit 44,09 Prozent als stärkste Kraft. Ein Grund zum Feiern, so sah es gestern Jürgen Rademacher, Fraktionsvorsitzender der CDU im Samtgemeinderat. „Auffällig ist allerdings, dass vor allem in Lauenbrück Lars Klingbeil zahlreiche Stimmen erhalten hat, jedoch die SPD deutlich weniger Zweitstimmen.“ Erschreckt zeigte er sich über das Abschneiden der „Parteineulinge“ von der AfD. „Aber letztendlich ist das eine Stimmungspartei, die die Piraten ablöst.“

Wilfried Behrens, Vorsitzender der SPD-Fraktion, kann dem Ergebnis seiner Partei zumindest in einem Punkt etwas Positives abgewinnen: „Gegenüber 2009 haben wir wieder dazugewonnen – aber trotzdem können wir noch nicht zufrieden sein.“ Theoretisch sei ja eine linke Mehrheit möglich, darüber müsste man reden. „Speziell in Fintel sind wir mit unserem Abschneiden zufrieden. Lars Klingbeil hat deutlich zugelegt, es reicht aber leider nicht insgesamt.“ Was eine mögliche absolute Mehrheit der CDU angeht, bleibe abzuwarten. Selbst wenn, würde eine starke Opposition Angela Merkel unter Druck setzen. „Der Wähler ist beispielsweise beim Thema Mindestlohn von der CDU an der Nase herumgeführt worden ist.“ Man sei froh, dass die FDP raus ist aus dem Bundestag.

Differenzierter sieht es sein Amtskollege Wilfried Pohl (Grüne): „Als Grüner finde ich das gut. Persönlich muss ich sagen, dass es bedauerlich ist, dass die liberale Kraft, die die Bundesrepublik lange mit gestaltet hat, nun weg ist. Allerdings muss man auch sehen, dass die heutige FDP ihre liberale Aufgabe falsch aufgefasst hat. Wir brauchen Liberale im politischen Sinn und weniger im wirtschaftlichen.“

Eine Momentaufnahme ist für ihn das Ergebnis seiner Partei. „Vor zweieinhalb Jahren war Fukushima ein Grund für Werte um 24 Prozent. Heute sind es nunmal etwas über acht Prozent.“

Das Ergebnis der AfD sieht er gelassen. „Wir hatten immer wieder solche Eintagsfliegen.“

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