Schulausschuss pro Schulbudget-Planungen von vier auf jetzt zwei Jahre

„Das erscheint uns realistischer“

Beispiel Grundschule Lauenbrück: Die Bildungseinrichtung erhält ein konsumtives Budget in Höhe von 90 Euro pro Schüler sowie ein investives über 5 000 Euro. Foto: Warnecke

Lauenbrück – Damit ihre drei Schulen mehr Entscheidungsfreiheit haben, stellt ihnen die Samtgemeinde Fintel sogenannte Schulbudgets zur Verfügung. Waren die Bedarfe bisher auf einen Zeitraum von vier Jahren beplant, wird der Rahmen aller Voraussicht nach nun enger gesteckt. Der Vorschlag der Verwaltung, die Budgets künftig im Rahmen von Zwei-Jahres-Plänen feszuzurren, fand im Schulausschuss jedenfalls jetzt ungeteilt Zustimmung. „Wir haben festgestellt, dass sich die Veränderungen und Bedarfe wesentlich schneller entwickeln, als dies für einen Planungszeitraum von vier Jahren absehbar ist“, begründete Rathausmitarbeiterin Henrike Hoppe den Schritt. Zwei Jahre seien da schon ein wesentlich überschaubarer wie realistischerer Zeitraum. „Wichtig war uns in diesem Zusammenhang, dass die Planungen dann zukünftig haushaltsrechtlich korrekt strikt nach Aufwand und Investitionen getrennt aufgestellt und umgesetzt werden.“ Ausgerichtet würde der Aufwand jeweils an den Schülerzahlen (Stichtag 1. August des Vorjahres). Danach entfielen auf die Fintauschule in Lauenbrück 100 Euro pro Schüler, während für die beiden Grundschulen in Fintel und Lauenbrück jeweils 90 Euro pro Schüler vorgesehen sind. „Die investiven Schulbudgets wollen wir auch festlegen – auf 20 000 für die Fintauschule und jeweils 5 000 Euro für die Grundschulen“, kündigte Hoppe an.

Da in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen zur Ertüchtigung der schulischen EDV-Ausstattungen ohne Fördermittel vorgenommen worden seien, solle der nun vorliegende Plan aus den aus dem „Digitalpakt Schulen“ zu erwartenden Sockelbeträgen abgearbeitet werden. Etwaige verbleibende Restmittel würden laut Hoppe für den Neu- und Umbau der Grundschule Lauenbrück vorgesehen.

Für die Fortschreibung der Planung sollen die Bedarfe für das nächste Jahr von den Schulleitungen jeweils bis zum März des Vorjahres der Verwaltung vorgelegt, priorisiert und besprochen werden, sodass zur Haushaltsplanung feste Bedarfe festgestellt sind.

Wie Samtgemeindebürgermeister Tobais Krüger ausführte, handele es sich bei dem ersten Zwei-Jahres-Plan bisweilen nur um einen Entwurf, welcher bei einem bisher einmaligen Treffen mit den Schulleitungen ausgearbeitet worden sei. „Da wird es noch einige weitere Aspekte zu berücksichtigen geben“, erklärte er. „Bis zur Samtgemeinderatssitzung im September wollen wir aber alles perfekt und rund haben.“  lw

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