„Eine ziemlich große Nummer“

Fintel plant neues Baugebiet auf 7,5 Hektar Fläche mit 70 Grundstücken

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Vorerst ist es nur ein Entwurf, aber so oder so ähnlich könnte das neue Baugebiet in Fintel aussehen. Die Details werden in den kommenden Monaten geklärt.

Fintel - Von Jennifer Kräge. „In den Drohnen“ – so soll die neue Straße des geplanten Finteler Baugebiets zwischen Keenmoor und Osterberg heißen. Das hat der Umwelt-, Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Mehrere Varianten für einen städtebaulichen Entwurf wurden vorgestellt.

Viele Zuhörer hatten an der Ausschusssitzung teilgenommen, um zu erfahren, was es mit dem geplanten Baugebiet auf sich hat und wie es in Zukunft weitergeht. Noch ist allerdings nichts entschieden – weder die genaue Größe des Baugebietes, noch wie es am Ende aussehen soll oder wo die Straßen gebaut werden. Für erste Anhaltspunkte und um eine Planung erstellen zu können, wurde das Stadtplanungsbüro Elbberg beauftragt, einen ersten städtebaulichen Entwurf vorzustellen.

Bauassessor Gerd Kruse präsentierte dazu zwei Planungen mit je zwei Varianten, die auf einer 7,5 Hektar großen Fläche Platz für rund 70 Grundstücke plus Grünanlagen und Straßenverkehrsfläche schaffen sollen. Er weiß: „Die Entwicklung der Gemeinde muss langfristiger gesehen werden. Noch sind Teile des geplanten Baugebietes im Eigentum von Bürgern und auch Zeiträume sowie Bauabschnitte sind noch nicht geklärt.“ Es sei darum nur ein erster Entwurf, der noch einiges an Änderungen mit sich bringen könne, denn, betonte Kruse, „die Straßen sind erstmal gerade eingezeichnet. Hier können Verkehrsberuhigungen noch im Detail besprochen werden.“ Auch für die Größe der Grundstücke gibt es im Bebauungsplan keine Grenzen. Vorerst seien hierfür 700 bis 1 000 Quadratmeter vorgesehen, auf denen die Grundstücke entstehen könnten.

Anregungen und weitere Planung

Auf die Frage, wo man am besten mit dem Bau beginnen könnte, sagte Samtgemeindebürgermeister Tobias Krüger: „Am sinnvollsten ist die Erschließung im Süden des Baugebietes, denn dort gibt es bereits eine asphaltierte Straße sowie Schmutz- und Regenwasserkanäle.“ Auch für die Gemeinde sei das die kostengünstigere Variante, erklärte Fintels Verwaltungschef Wilfried Behrens (SPD).

Von den anwesenden Rats- und Nichtratsmitgliedern gab es nach der Vorstellung des Bauplans einige Anregungen für die weitere Planung. So sprach Sabrina Zimmer (SPD) über mehr Parkmöglichkeiten: „Gerade in Neubaugebieten ist es an Feiertagen schnell voll mit parkenden Autos. Vielleicht wären hierfür Parkbuchten eine Möglichkeit.“ Dazu favorisiert Bauplaner Kruse Grünstreifen zwischen den Bäumen: „Ich habe in Fintel häufiger gesehen, dass Autos auf den seitlichen Grünstreifen zwischen den Bäumen stehen. So ist es im ersten Entwurf auch vorgesehen. Parkmöglichkeiten müssen nicht unbedingt gepflastert und damit teuer erschlossen werden. Grünflächen müssen nur gemäht werden.“ Hans-Jürgen Schnellrieder (Grüne) sprach sich für die Möglichkeit von Rad- und Fußwegen aus. „Kombinierte Rad- und Fußwege müssen mindestens 2,5 Meter breit sein. Für das Baugebiet ist eine 30 km/h-Zone geplant und das funktioniert ohne Rad- und Fußweg. Für eine Verkehrsberuhigung können in die Straßen Verschwenkungen eingebaut werden“, erklärte Kruse weiter.

„Ziemlich große Nummer“

Innerhalb der Diskussion kam die Frage nach einem Spielplatz für das geplante Baugebiet auf. Dazu erklärte der Planer: „Das Spielplatzgesetz wurde aufgehoben und die Gemeinde kann hierüber selbst entscheiden. Es wird in dem Gebiet zu Beginn wahrscheinlich viele kleine Kinder geben. Wenn die öffentlichen Flächen minimiert werden sollten, würde ich einen Spielplatz vorschlagen.“ Das eventuelle Minimieren der gezeichneten Grünflächen war ebenfalls Teil der Diskussion. „So könnte allerdings noch etwas mehr Bauland geschaffen werden“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Krüger. „In Anbetracht der Größe des Baugebietes sollten einige Grünflächen eingeplant werden, auch wenn es mehr Kosten sind“, sagte Matthias Röhrs (CDU).

Verwaltungschef Behrens sieht die Planung als „ziemlich große Nummer“. Er blickte auf die Entwicklung der Gemeinde zurück und zeigte: „Anfang der 1990er-Jahre wurde der Dreeskamp mit 40 Häusern erschlossen, unmittelbar danach der Vintloh-Ring mit 30 Häusern. Das war eine Zeit des Baubooms und hat die Größenordnung wie das nun geplante Gebiet.“

Für den städtebaulichen Entwurf war man sich in der Sitzung dann einig, dass die erste vorgestellte Variante Fintel bald größer machen könne. Bezüglich der Namensgebung der Straße zeigten sich Werner Kahlke (SPD) und Dietmar Röhrs (CDU) geschichtsfest: „,In den Drohnen‘ ist ein historisch gewachsener Name, den man beibehalten sollte. Auch andere Straßen wie ‚Witthöpen‘, oder ‚Dreeskamp‘ haben die Historie in der Namensgebung aufgegriffen“, sagte Kahlke.

Die Abstimmung über die Namensgebung war einstimmig.

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