Samtgemeinderat beschließt Neubau des Feuerwehrgerätehauses Lauenbrück

Eine vertretbare Investition?

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Die Ratssitzung wurde von den Zuhörern aufmerksam verfolgt.

Lauenbrück - Von Hannes Ujen. Das Kernthema der Sitzung des Rates der Samtgemeinde Fintel am Mittwochabend war der Beschluss zum Um- oder Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Lauenbrück. Die Baumaßnahme ist wegen der gewollten Übernahme und Stationierung eines neuen Rüstwagens vom Landkreis unumgänglich, weil das Fahrzeug sowie auch alle künftigen Feuerwehrautos wegen der Gesamthöhe von 3,30 Meter nicht mehr in das vorhandene Gerätehaus der Feuerwehr Lauenbrück am Schwarzen Weg passen. Das sah letztlich auch der Rat mehrheitlich so.

Seit eineinhalb Jahren beschäftigen sich diverse Gremien schon mit diesem Thema, aber selbst bei der jüngsten Sitzung des Feuerwehrausschusses (wir berichteten) wurde keine Beschlussempfehlung gefasst. Samtgemeindebürgermeister Michael Niestädt berichtete jetzt, dass sich der nicht öffentlich tagende Samtgemeindeausschuss am Tag zuvor mehrheitlich für die Neubauvariante entschieden habe und dem Rat daher die entsprechende Baumaßnahme zur Entscheidung vorschlägt. „Diese Investition ist verantwortbar und im Ergebnishaushalt der nächsten Jahre vertretbar“, so der Verwaltungschef.

Nachdem Bauamtsleiter Tobias Krüger die Planungen und Berechnungen noch einmal in Wort und Bild vorgestellt hatte, äußerten sich die Ratsmitglieder zur Beschlussfassung. „Ich halte es eigentlich nicht für richtig, dass wir hier heute Abend ohne Vorlage eines Feuerwehrbedarfplans abstimmen sollen und werde mich deshalb der Stimme enthalten“, so Wilfried Pohl (Bündnis 90 / Die Grünen). Jochen Intelmann (SPD) stellte hingegen den Antrag, den Neubau des Feuerwehrhauses zu beschließen: „Wir haben uns sehr lange mit dieser Materie beschäftigt und entsprechende Mittel in den Haushaltsplan eingestellt. Jetzt sollte endlich Butter bei die Fische kommen.“

Reinhard Trau (CDU) zeigte sich skeptisch über die Zukunft und den Bestand der kleineren Ortswehren. „Ich hätte mir gewünscht, dass man die anderen Wehren mit auf den Weg nimmt und will das so nicht mittragen.“ Wilfried Behrens (SPD), der sich auch der Stimme enthielt: „Die 1,2 Millionen Euro Kosten liegen uns alle schwer im Magen, aber ich sehe auch keinen großen Ausweg, da deutlich besser davonzukommen.“ Die Planung sei aber nicht „zukunftsgerecht“, denn alle fünf Ortswehren müssten erhalten bleiben.

Unterschiedliche Beurteilungen

Auch Hermann von der Wehl (CDU) wollte die Entscheidung nicht mittragen, denn er vermisse, dass „man sich nicht gebührend über die Standortfrage unterhalten habe.“ Sein Parteikollege Dietmar Röhrs befürchtete „eine Anhäufung von Schulden“ und enthielt sich. Für Unionspolitiker Jürgen Rademacher gilt: „Wenn wir den Rüstwagen haben wollen, müssen wir bauen. Das gilt auch für andere Ortswehren, wenn sie neue Fahrzeuge haben müssen. Es handelt sich deshalb um eine Generationenentscheidung und ich stimme für den Neubau.“

Nach diesen unterschiedlichen Beurteilungen quer durch alle Parteienlandschaften war es nicht verwunderlich, dass der Ratsvorsitzende Rüdiger Bruns (SPD) schließlich ein Abstimmungsergebnis von neun Ja-Stimmen und elf Stimmenthaltungen für die Neubauvariante des Feuerwehrgerätehauses in Lauenbrück verkündete.

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