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Brücke in den Klassenraum: Kindergärten Fintel und Vahlde kooperieren mit der Friedrich-Freudenthal-Schule

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Von: Lars Warnecke

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Die „Vintloh-Zwerge“ (hier mit Leiterin Sabine Kalweit), die im Sommer an die Grundschule wechseln, sind auf das, was kommt, schon gut vorbereitet.
Die „Vintloh-Zwerge“ (hier mit Leiterin Sabine Kalweit), die im Sommer an die Grundschule wechseln, sind auf das, was kommt, schon gut vorbereitet. © Warnecke

Im Sommer beginnt wieder für viele Kindergartenkinder mit ihrer Einschulung der Ernst des Lebens. Das kann die Jungen und Mädchen aus Fintel und Vahlde aber nicht schrecken. In ihrem letzten Kita-Jahr haben sie schon viel Luft in der Grundschule schnuppern dürfen - der „Brücke“-Kooperation sei Dank.

Fintel – Viele Kindergartenkinder fragen sich: Wie fühlt es sich eigentlich an, die Schulbank zu drücken? Die Älteren, die vor dem Wechsel in die Grundschule stehen, bekommen davon gewöhnlich im Rahmen von Schnuppertagen eine Ahnung – wenngleich nur eine leise. Denn wirklich viel Zeit, den Unterrichtsalltag kennenzulernen, bleibt den Lütten so nicht.

Besser auf den Ernst des Lebens vorbereitet sind da schon die Vahlder Landkinder und die „Vinloh-Zwerge“ aus Fintel. Seit jeher pflegen beide Kindertagesstätten einen engen Austausch – nicht nur zueinander, sondern seit geraumer Zeit auch zur Finteler Friedrich-Freudenthal-Schule. Die erwartet auch in diesem Jahr wieder viele neue Abc-Schützen aus den beiden Gemeinden – 19 aus Fintel, elf sind es aus dem benachbarten Vahlde. Und ja: Gut vorbereitet auf den Ernst des Lebens sind die Mädchen und Jungen tatsächlich schon jetzt.

Schulbesuch in Kleingruppen

Möglich macht das „Die Brücke“ – ein vom Landkreis initiiertes Projekt bei dem die drei Partner vertraglich mit dem Ziel kooperieren, den Kindern schon vor dem Schuleintritt lebhafte Einblicke zu gewähren. „Und das inzwischen einmal pro Woche“, sagt Sabine Kalweit, Leiterin der „Vintloh-Zwerge“. Soll heißen: Jeden Montagmorgen steht für die Vorschulkinder in den Räumlichkeiten am Himberg schon ein Jahr vor der Einschulung richtiger Unterricht auf dem Programm – eine Stunde lang, von 7.30 bis 8.30 Uhr. Kalweit: „Wir machen das in drei sich abwechselnden Kleingruppen zu je zehn Kindern.“ Auf diese Weise sei jeder Steppke alle drei Wochen an der Reihe und lerne das reale Leben schon mal kennen – Stillsitzen und das Beackern von Arbeitsblättern inklusive. Für den Probeunterricht sei freundlicherweise eigens eine Lehrkraft abbestellt, so die Kita-Leiterin.

Und was halten die kleinen Teilnehmer selbst von ihren regelmäßigen Visiten im Klassenzimmer? „Voll cool!“, ist ihnen geschlossen zu vernehmen. Auf die Schule, die ihnen nun nicht mehr fremd ist, hätten sie schon alle „richtig Bock“.

Ratgeber mit Mehrwert

Dass das Projekt Früchte trägt, freut Sabine Kalweit natürlich. Dabei, sagt sie, sei noch mehr aus der „Brücken“-Kooperation erwachsen – unter anderem ein Zoom-Elternabend für alle Erziehungsberechtigten aus Fintel und Vahlde, deren Nachwuchs in diesem wie auch im nächsten Sommer eingeschult wird. Worum es bei dem virtuellen Treffen ging? „Andrea Neuhaus, die Leiterin der Grundschule, hat mir ein tolles Buch mit vielen praktischen Tipps ans Herz gelegt“, sagt die Erzieherin. „Topfit für die Schule“ laute der Titel der Lektüre, die aufzeige, wie man bereits im familiären Umfeld daheim die Kinder ganz praktisch auf den Schulstart vorbereiten könne. „Das fängt etwa schon beim Tischdecken an und hört beim Einkaufen helfen oder Wäsche zusammenlegen auf“, weiß sie. Eben dieser Ratgeber, der allen Eltern kostenfrei zur Verfügung gestellt werden konnte, dank Fördermittel vom Landkreis, sei bei der Gelegenheit präsentiert worden und auf dankbares Interesse gestoßen.

Und die Kindergartenkinder selbst? Die hatten erst vor wenigen Tagen die Möglichkeit, in der Turnhalle der Friedrich-Freudenthal-Schule ein Zwei-Personen-Bühnenstück zu erleben. Die theaterpädagogische Werkstatt aus Bremen zeigte den baldigen Erstklässlern auf spielerische Weise auf, wie sich das Selbstbewusstsein stärken lässt und dass man auch mal „Nein“ sagen muss. Und auch dieser Auftritt erfuhr vom Landkreis eine großzügige Förderung.

„Die Brücke“ lebt – und wie. „Wir wollen diese Zusammenarbeit auch gar nicht mehr missen“, betont Sabine Kalweit.

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