SOMMER ZUHAUSE Lauenbrück als Ausflugsziel „zwischen Kopenhagen und Paris“

Ein perfekter Ausgangspunkt

Wissen, was sie an ihrem Wohnort haben: Elke Pastor, Corinna Schleiffer und Heike Bladauski kennen die sehenswerten Ecken Lauenbrücks.
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Wissen, was sie an ihrem Wohnort haben: Elke Pastor, Corinna Schleiffer und Heike Bladauski kennen die sehenswerten Ecken Lauenbrücks.

Lauenbrück – Corinna Schleiffer, Elke Pastor und Heike Bladauski wohnen in Lauenbrück. Alle drei haben einen völlig anderen biografischen Hintergrund. Die ersten beiden sind aus unterschiedlichen Motiven und zu unterschiedlichen Zeitpunkten in das „Tor zur Nordheide“, wie man das Zentrum der Samtgemeinde Fintel nennt, gezogen. Heike Bladauski wurde dort geboren. Bei einer Sache sind sie sich jedoch einig: Urlaub kann man in der Region sehr gut machen. „Ich würde sogar sagen, dass es sich lohnt, direkt mehrere Tage zu bleiben“, sinniert Pastor. „Das stimmt, das ergibt Sinn“, geben auch ihre beiden Freundinnen zu. Zwar gibt es im Grunde fast nur private Übernachtungsmöglichkeiten und manchmal Ferienwohnungen oder gar Couch-Surfing-Angebote.

„Aber man kann so viel unternehmen und dabei dennoch die Ruhe genießen“, ergänzt Pastor. „Fahrrad fahren durch die flache Landschaft und Waldbaden, das sind zwei Sachen, die ich in Lauenbrück wirklich toll finde“, gibt Schleiffer zu. Etwa im Ruheforst, auch im Schulwald. „Es ist ein unterholzarmer Wald, das macht ihn so schön“, weiß Bladauski, die früher Lehrerin war. Sie kennt auch die Ziegelteiche, „das hieß früher Lehmkuhlen. Und dann gab es die ,Dreckswiesen‘, später dann die Seen – da schwammen die Kinder drin, heute werden sie nur noch von den Anglern genutzt“, erinnert sie sich die „Ureinwohnerin“.

Alle drei betonen, dass man den Ort lieben kann – und genauso die gute Anbindung. „Lauenbrück liegt zwischen Kopenhagen und Paris, das haben wir damals wirklich so gesagt, weil man tatsächlich hier in den Zug steigen konnte und eben bis zu diesen beiden Orten weiter fahren konnte“, so Bladauski schmunzelnd. Zwar sei diese Verbindung heute so nicht mehr existent. „Aber es gibt hier in der Umgebung so viel zu entdecken, da muss man nicht bis Paris fahren, um etwas zu erleben“, fügt Bladauski, die vor einigen Jahren zugezogen ist, mit einem Augenzwinkern hinzu.

In der Tat kann man einige Sehenswürdigkeiten aufzählen, ganz ohne Anspruch auf Vollzähligkeit: Da ist die Streuobstwiese an der Fintauschule, der Apfelweg mit 25 regionalen Apfelbäumen, der Waldlauf Lehr- und Lernpfad, die Bocksbrücke, eine idyllische Querung der Wümme. Da ist auch der Kranichaussichtsturm des Nabu, der kleine Antikmarkt gegenüber dem Campingplatz, die dazugehörigen „Löweninsel“ und natürlich der Landpark. „Alleine hier kann man schnell einen ganzen Tag verbringen“, weiß beispielsweise die Bremerin Barbara Cordes, die heute und immer mal wieder mit ihren Kindern einen Ausflug in den Park macht.

„Wir bekommen in der Tat oft das Feedback, dass man sich hier gut erholen kann“, bestätigt Friedrich-Michael von Schiller, der den Park gemeinsam mit seiner Frau Katharine als gemeinnütziges Unternehmen leitet. Mehr als 200 Huf- und Wildtiere wohnen hier auf einer Fläche von 220 000 Quadratmetern. Schon seit 1969 gibt es dieses Kleinod. „Wir sind natürlich froh, dass wir jetzt keine Zulassungsbeschränkungen mehr haben, auch wenn es immer noch heißt: Bitte halten Sie eine Eselslänge Abstand“, so von Schiller mit Blick auf den Pandemie-Sommer. Man spüre den Nachholbedarf der Menschen, der Besucherstrom habe angezogen. Allerdings seien alle zurückhaltend, was die Nutzung der Gastronomie angeht – für die Betreiber ist das nicht ganz unproblematisch. „Wir sind auf Einnahmen angewiesen, um für die Tiere zu sorgen, aber auch um unsere Mitarbeiter zu bezahlen“, berichtet er.

Viele Stammgäste, teilweise auch aus Bremen, Hamburg oder sogar mit einer noch weiteren Anreise, besuchen die integrative Anlage und entdecken dabei einiges: Da gibt es etwa den Barfußweg im Park der Sinne oder die Frösche, die nicht zu überhören sind. Der Anblick der Jungtiere, seien es Hirschkälber, seien es Entenküken, ist faszinierend. Trotz der nun wieder wachsenden Besucherzahl fehlt ein wenig das übliche Prozedere: „Wir haben eine ganze Palette an Veranstaltungen, die wir über das Jahr hinweg anbieten, aktuell sind die Pläne in Sachen Events nur sehr kurzfristig zu machen“, ein wenig Schwermut klingt da mit. Schon das Ostergeschäft war komplett ausgefallen. Dennoch freut von Schiller sich – auch ganz ohne die Corona-Problematik – über jeden Gast. „Jeder Gast ist ein Förderer des Kulturgutes Landpark“, betont der Gastgeber. Alle Informationen rund um den Landpark gibt es unter www.landpark.de und auch www.tourow.de finden sich viele weitere Ideen, wie man den Tag vor Ort erholsam verbringen kann.  jtb

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