Finteler Schulausschuss beschließt Medienkonzept / Finanzhilfe vom Bund

Digitale Zukunft steht

Frank Lehmann, Rektor der Fintauschule, präsentiert seine Betrachtungen. Foto: Ujen

Lauenbrück - Von Hannes Ujen. Der sogenannte Digitalpakt Schule soll mit Bundesmitteln den digitalen Wandel im Schulwesen gestalten und unterstützt Länder und Gemeinden bei Investitionen in die digitale kommunale Bildungsinfrastruktur. Für die Laufzeit von fünf Jahren (2019 bis 2023) beträgt das Finanzvolumen auf Bundesseite fünf Milliarden Euro. Daraus stehen der Samtgemeinde Fintel bis zum 16. Mai 2023, dem letzten Tag zur Antragstellung, insgesamt 246 355 Euro zur Verfügung.

Die Grundschulen (GS) in Lauenbrück und Fintel sowie die Oberschule (OBS) Fintauschule erhalten zunächst jeweils Sockelbeträge von 30 000 Euro. Die GS Fintel, bisher noch ohne Netzanbindung, hat in einer ersten Schätzung Kosten von insgesamt 60 000 Euro angemeldet, unter anderem für die Herstellung der W-Lan-Verbindung, 50 Tablets, jeweils acht Beamer und Kameras sowie zwei Whiteboards.

Für die GS Lauenbrück, die bereits eine W-Lan-Anbindung hat, wurden für Kameras, Tablets und Beamer 12 500 Euro an Beschaffungskosten ermittelt. Die OBS Fintauschule mit intaktem Netzwerk hat für Visualisierung, Arbeitsmittel, Infrastruktur, Endgeräte und Stärkung der Medienkompetenz Kosten von 55 080 Euro aufgelistet.

Die Bedarfsplanungen der Schulen sollen durch gemeinsame Ausschreibung möglichst kostengünstig realisiert und durch die Firma CCS aus Waffensen unterstützt und umgesetzt werden.

Frank Lehmann, Rektor der Fintauschule, präsentierte dem Fachausschuss und den Zuhörern seine Betrachtungen zum Thema „Digitalisierung der Schulen“. Als allgemeine Kernprobleme machte er aus, dass die „Schule die pädagogischen Potenziale der Digitalisierung verkennt“. Problematisch seien auch mangelnde Strategien und Konzepte, schlechtes W-Lan, mangelhafter IT-Support, unzureichende Weiterbildung, fehlendes digitales Lernmaterial sowie die geringe finanzielle Unterstützung.

Mit einem Pflichtprogramm im Lehramtsstudium müsse nach seiner Auffassung die digitale Kompetenz der angehenden Lehrkräfte verbessert werden. „Auch externe Impulse durch Coaching und Vernetzung sind notwendig“, so Lehmann. „Flexible Budgets für Fortbildungen, geprüftes Lernmaterial sowie Professionalisierung der Infrastruktur durch Fachleute gehören dazu.“

Die Samtgemeinde Fintel müsse als Schulträger IT-Fachkräfte für die Installation und Wartung bereitstellen, die auch die digitale Entwicklung in den Schulen durch Coaching und Vernetzung begleiten, so Lehmann.

Nach Beratung und Diskussion sowie einem deutlichen Plädoyer pro Digitalpakt von Ulrich Brunkhorst (CDU) beschloss der Schulausschuss „das vorgestellte einheitliche Medienkonzept für alle Schulen gemeinsam mit der Firma CCS umzusetzen und die notwendigen Beschaffungen aus den Zuwendungen des Digitalpaktes bis Mitte 2023 zu realisieren. Hierzu soll für eine langfristige Tragfähigkeit der Support durch CCS erfolgen.“

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